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Dieser Bericht handelt von den Zeltferien in Agay (Südfrankreich), die Änn, Adä, Simu, Mäthu, Thomi und ich während den Herbstferien 2002 erlebten.
Am Sonntag, den 29. September 02 gab es für mich ein Novum. Kaum war ich aus den Ferien in England zurück, ging es schon wieder weiter nach Südfrankreich. Änn, Adä, Simu, Thomi, Mäthu und ich (6 von 7 2.-Lehrjahrstiften) gingen nach Agay, einem Ort direkt am Mittelmeer, der zwischen Marseille und Nizza liegt.
Um 16 Uhr kam ich von England wieder zu Hause an, um 19 Uhr musste ich schon wieder auf den Zug. Reeny begleitete mich von Düdingen bis Bern und ich berichtete noch ein bisschen von England. In Thörishaus Dorf kam dann Simu dazu und erzählte von seinen neuen Schuhen, dass er sich an diesem Weekend von Knoblauchbrot ernährt hat usw.
In Bern trafen wir dann Änn, die sich sofort über das Gewicht ihrer Tasche beklagte. Wir alle waren ziemlich schwer beladen, wenn man bedenkt, dass wir nur eine knappe Woche bleiben wollten.
Als Thomi bei uns ankam, hatte sich Reeny bereits verabschiedet, da sie nicht mit uns in den Urlaub fuhr. Simu ging dann bereits in den Zug, Thomi kaufte sich noch ein Bier, Änn und ich warteten draussen auf Mäthu. Plötzlich klingelte mein Handy und Simu sagte, wir sollten in den Zug kommen, Mäthu sei auch schon da. Als Thomi wieder zurückkam gingen wir dann also mal rein in den Zug, wo Mäthu und Simu bereits zwei Abteile reserviert hatten. Dann fuhr der Zug los, die Fahrt verlief unspektakulär. Mäthu und ich jassten ein wenig, das wars auch schon.
In Basel Bad trafen wir dann Adä und gemeinsam gingen wir zum französischen Bahnhof (komischerweise ohne Passkontrolle). Unterwegs kauften einige von uns noch etwas ein.
Als wir in Mulhouse ankamen, mussten wir auf den nächsten Zug mit Schlafwagen warten. Dieser kam nach ca. 20 Minuten und wir suchten unser "Zimmer". Als wir es gefunden hatten, mussten wir uns erst einmal alle rein begeben, weil noch andere Leute durch den Gang gehen mussten. Dann bezogen wir die Betten, Änn und Adä zu unterst, Mäthu und ich in der Mitte und Simu und Thomi ganz oben. Simu begann dann bald einmal auf der Gitarre herumzuklimpern, während wir anderen noch unser Bett einrichteten und die Taschen verstauen mussten. Nach einer Viertelstunde waren dann alle eingerichtet und taten wieder etwas normales. Bei Adä und Änn bedeutete das "Mädchen" lesen, Mäthu und ich jassten wieder (Mäthu gewann zum Schluss) und Thomi versuchte Simu ein Lied auf der Gitarre beizubringen. So gegen Mitternacht entschieden wir uns einmal zu schlafen (die Nachbarn hatten schon reklamiert, weil wir zu laut waren), denn um 7.15 Uhr mussten wir schon wieder aufstehen. Thomi glaubte wegen Änn immer noch, dass wir ein Frühstück serviert bekommen.
Nach einem überraschend tiefen Schlaf erwachte ich, als der Wecker klingelte. Allerdings zog ich es vor, noch ein wenig weiterzuschlafen, da ich noch müde war. Um 8 Uhr weckten mich dann aber die anderen wieder ("Wir sind in Freiburg, Pädu!") und ich musste doch aufstehen und alles zusammenpacken. Um 8.15 Uhr kamen wir in St. Raphaël an. Dort mussten wir über eine Stunde warten, ehe der Regionalzug nach Agay fuhr. Deshalb bewegten wir uns in die Eingangshalle und kauften uns ein paar Gipfeli. Einmal wurden wir noch von einem Einheimischen angesprochen, doch nur Adä verstand ihn richtig gut (sie ist bilingue). Deshalb unterhielt sie sich ein wenig mit ihm.
Dann gingen wir wieder zurück zum Gleis und wartete auf unseren Zug. Dieser kam dann auch bald, wir gingen rein und versperrten mit unseren Taschen gleich den Eingang. Nach 10 Minuten Fahrt kamen wir endlich an unserem Ziel an: Agay. Dort suchten wir erst mal einen Fahrplan für den Ortsbus, wurden aber nicht fündig. Deshalb entschieden wir uns, Richtung Zeltplatz zu laufen und wenn wir eine Bushaltestelle sehen, mit dem Bus weiterzufahren. Von einem Bus war aber weit und breit nichts zu sehen, und so mussten wir den ganzen Weg laufen.
Adä und Simu kümmerten sich um die Anmeldung und wir liefen dann hinterher zu unserem Platz. Zuerst stellten wir die Zelte auf, dann richteten wir unsere Schlafsachen ein und anschliessend gingen Adä und Simu nochmals zur Information, weil diese uns noch etwas sagen wollten. Wir hatten schon Stühle und einen Tisch entdeckt und fragten gleich, ob wir diese brauchen können. Kein Problem. Diese stellten wir dann neben den Zelten auf. Nun mussten wir nur noch etwas einkaufen, was wir im nahe gelegenen Supermarkt taten. Neben einem kleinen Imbiss für den Mittag und Spaghetti fürs Nachtessen kauften wir natürlich auch noch Bier.
Nach dem Mittagessen gingen wir an den Strand, denn es waren schon 23 Grad am Schatten. Simu ging langsam ins Wasser, ich sprang an ihm vorbei und machte ihn natürlich dabei nass. Auch die anderen folgten uns bald. Dann spielten wir ein bisschen Beachvolleyball, was allerdings nicht sonderlich gelang, da der Boden mit Nadeln von den Bäumen übersät war und wir zum anderen unsere Pässe nicht so genau zielen konnten.
Adä, Simu und ich gingen dann nochmals ins Wasser und nahmen das Frisbee mit, welches aber immer wieder abtauchte und für so manche Suchaktion sorgte.
Dann gingen Adä, Änn, Simu und Thomi nochmal zum Beachvolleyballfeld und spielten mit anderen Schweizern (der Strand und auch der Campingplatz waren mit Deutschen und Schweizern überfüllt), welche sich wie Profis verhalten wollten, in Wirklichkeit aber nicht besser waren.
Wir kauften im zweiten Supermarkt im Dorf noch etwas zu essen, gingen nochmals ins Wasser und spielten noch Fussball, dann gingen wir zurück zum Zeltplatz, wo Adä und Änn das Nachtessen kochten. Während dem spielten Mäthu und ich noch eine Partie Schach, wobei ich den Kürzeren zog. Thomi brachte noch eine Gottesanbeterin mit, die er unterwegs gefunden hatte, und so gab es mal wieder ein anderes Gesprächsthema. Es dauerte lange, bis das Wasser kochte, aber irgendwann war es geschafft und wir konnten bald essen. Die Spaghetti Bolognaise waren mit Aromat zwar besser als ohne, aber wenigstens hatten wir etwas Warmes im Bauch.
Nach dem Essen blieben wir noch ein wenig auf dem Campingplatz. Mit Kerzen sorgten wir dafür, dass wir noch etwas sehen. In einer gemütlichen Runde hörten wir Musik und tranken ein Bier.
Irgendwann entschieden wir uns, an den Strand zu gehen. Änn nahm ihre Militärplache mit, Thomi seine Gitarre. Neben dem Beachvolleyballfeld liessen wir uns nieder und vertrieben gleich zwei Leute. Adä, Simu und Thomi wechselten sich mit der Gitarre ab, wir anderen hörten zu oder sangen zwischendurch auch ein bisschen mit, wenn wir die Lieder gerade kannten.
Plötzlich meldete sich mein Magen und ich ging mit Mäthu zurück zum Zelt. Dort ass ich etwas und nahm dann noch den Wasserball mit. Zurück bei den anderen spielten wir mit dem Ball auf dem Beachvolleyfeld. Plötzlich warf Mäthu den Ball ungewollt in Richtung Wasser, dieser rollte dann weiter ins Meer und trieb ein wenig vom Ufer weg. Ich forderte Mäthu auf, den Ball zu holen, was er dann auch tat. Mit nassen Hosen kam er zurück, was wieder für grosses Gelächter sorgte.
So gegen Mitternacht gingen wir wieder zurück zum Zelt und spielten im Kerzenlicht UNO. Das klappte allerdings nicht so gut, weil man blau und grün nur mit Taschenlampen unterscheiden konnte. Nach einer Runde beendeten wir deshalb unser Spiel und gingen schlafen.
Am nächsten Morgen weckte uns um etwa 8 Uhr der Bäcker mit seinem Gehupe, doch wir schliefen danach alle einfach weiter. Um etwa 10 Uhr erwachte ich wieder und stand auf. Da ich der erste war, räumte ich die Glasflaschen und den restlichen Abfall vom Vortag weg. Danach schrieb ich an diesem Bericht bis die anderen aufstanden. Alle bis auf Thomi gingen dann einkaufen. Neben Frühstück kauften wir auch schon das Nachtessen ein.
Zurück beim Camping machten wir das Frühstück bereit und warteten, bis alle am Tisch waren. Als dies der Fall war, machten wir uns über das Frühstück her.
Am Nachmittag gingen Adä und Änn bereits zum strand, wir Jungen spielten noch kurz Schach. Thomi gewann das Duell gegen Mäthu und wir gingen dann auch an den Strand. Wir liefen weiter als am Vortag, da in der Nähe von unserem Campingplatz Seegräser waren. Dies war an unserem neuen Ort nicht mehr der Fall. Wir schwammen einige Male aufs Floss, tauchten mit den Taucherbrillen, spielten am Strand Frisbee und Fussball... Es war ein ganz normaler Ferientag am Strand.
Am Abend gingen wir dann wieder zum Zeltplatz, wo Simu und ich den Kartoffelstock und den Salat bereit machten. Da wir erst spät mit kochen begonnen haben, assen wir auch erst, als es bereits dunkel war. Der Kartoffelstock hatte zwar keinen Geschmack, aber dafür hatte ich ja Gewürze mitgenommen. Wir mussten natürlich noch eine zweite Portion kochen, doch danach hatten alle einigermassen genug.
Nach dem Essen blieben wir erst noch ein wenig zusammen am Tisch, dann entschieden wir uns, das Nachtleben von Agay zu bewundern. Wir brachen also auf Richtung Zentrum, doch alles, was wir sahen, waren die geschlossenen Geschäfte, von einer Party, einer Bar oder einem Pub war nichts zu sehen. Deshalb entschieden wir uns, am nächsten Tag nach St. Raphaël zu fahren und dort die Strassen unsicher zu machen. Also liefen wir noch zum Bahnhof von Agay und schauten, wann die Züge nach St. Raphaël fahren. Unterwegs auf einer Treppe musste Mäthu furzen, wobei Änn's Kopf direkt hinter dem A**** von Mäthu war. Diese beklagte sich natürlich und wir mussten wieder alle lachen.
Wir einigten uns nach einer langen Diskussion darauf, dass wir um 13.05 Uhr auf den Zug gehen.
Danach gingen wir wieder zurück zum Zeltplatz, wo wir noch das ein oder andere Bier kippten, diskutierten noch etwas (was die Nachbarn gar nicht erfreute) und gingen dann schlafen.
Am nächsten Morgen waren Adä und Änn zu erst wach, ich stand wenig später auch auf und kaufte unser Frühstück ein. Als ich zurück kam, waren alle aufgestanden und wir konnten essen. Danach machten wir uns gemütlich bereit und liefen zum Bahnhof. Dort angekommen mussten wir noch etwa 10 Minuten warten bis der Zug kam.
In St. Raphaël trennten wir uns dann, Adä und Änn gingen gemeinsam auf Touren und wir Jungs ebenfalls. Wir liefen am Strand entlang, bis wir im Nachbardorf (oder war es auch eine Stadt?) Fréjus ankamen. Dort setzten wir uns in eine Strandbar, spielten ein wenig "Arschlöcherle" und tranken etwas dazu. Danach gingen wir wieder zurück nach St. Raphaël, wo die Läden mittlerweile geöffnet hatten. Erst kauften wir uns im McDonald's etwas zu essen, dann gingen wir in einige Geschäfte bis wir schliesslich in der Taverne de la bière landeten. Dort kam ich dann endlich mal wieder in den Genuss von einem Hoegaarden, einem Weissbier aus Belgien. In dieser Taverne spielten wir wieder weiter, bis kurz vor 17 Uhr. Zu dieser Uhrzeit haben wir wieder mit Änn und Adä am Bahnhof abgemacht, damit wir gemeinsam etwas essen können.
Gemeinsam suchten wir dann ein Lokal, wollten zuerst im McDonald's das Nachtessen verdrücken, entschieden uns dann aber doch noch anders und so gingen wir in die Pizzeria nebenan. Dort bestellte logischerweise jeder eine Pizza, wobei einige noch eine Vorspeise und ein Dessert nahmen. Mäthu bestellte einen Salat sans tomates und eine Pizza sans olives. *hihi* Dabei verzog er sein Gesicht wie ein scheues Kleinkind. Damit zogen wir ihn noch lange danach auf. :-)
Nach dem feinen Essen kaufte ich mir im McDonalds noch einen McFlurry, da ich nur eine Pizza gegessen hatte und davon nicht satt war. Anschliessend suchten wir erneut vergebens eine Ausgangsmöglichkeit. Es war kaum zu glauben, in einer Stadt wie St. Raphaël lief einfach überhaupt nichts.
Am Schluss landeten wir wieder in der Bier-Taverne, wo wir noch das Fussballspiel zwischen Auxerre und Arsenal verfolgen konnten. Das einzige Tor des Spiels sahen wir natürlich auch.
Gegen 22 Uhr entschieden wir uns, nach Agay zurückzukehren. Da aber kein Taxi mehr in Sicht war und der letzte Zug bereits seit über drei Stunden weg war, mussten wir improvisieren. Mit dem Telefon versuchte Adä lange, ein Taxi anzurufen, doch das klappte nicht. Mäthu und ich waren sofort bereit, die 10 Kilometer bis Agay zu laufen, doch wir warteten noch auf Thomi, der ebenfalls mitkommen wollte, aber immer noch auf ein Taxi hoffte. Nach kleineren Streitigkeiten zogen Mäthu, Thomi und ich zu Fuss los, während Adä, Änn und Simu in St. Raphaël blieben und auf ein Taxi warteten. Es war 22.45 Uhr (so lange haben wir diskutiert und auch gestritten), als wir aufbrachen, und wir rechneten mit einer Ankunft in Agay um 0.45 Uhr.
Wir liefen also der Strasse entlang los, damit wir sehen, ob die anderen früher als wir in Agay sind. Schon nach einer Viertelstunde mussten wir den Hunger stillen, was uns mit den Choc Ovo auch gelang. Nach einer guten Stunde machten wir eine kleine Pause und tranken etwas. 10 Minuten später setzten wir unseren gemütlichen Nachtspaziergang fort. Um halb eins waren wir dann in der Bucht von Agay, doch damit noch lange nicht am Ziel. Gut 30 Minuten dauerte der Marsch bis zum Campingplatz noch, den wir barfuss und singend am Strand zurücklegten.
Ziemlich genau um ein Uhr waren wir bei den Zelten, wo Adä, Änn und Simu schon warteten. Natürlich mussten wir einigen Spott über uns ergehen lassen, aber das störte mich nicht, da mir der Nachtspaziergang gefallen hatte. Die anderen waren per Autostopp direkt vor dem Zeltplatz angekommen, ca. um 23.10 Uhr.
Da wir uns anschliessend ziemlich laut amüsierten, dauerte es nicht lange, bis sich unsere schnarchenden deutschen Nachbarn beklagten.
Gegen zwei Uhr gingen Thomi, Mäthu und Simu noch an den Strand und spielten Gitarre. Wir anderen blieben beim Zeltplatz, weil wir sehr müde waren. So gegen 4 Uhr erwachte ich aus einem bösen Traum und konnte mich im Zelt (!) nicht mehr orientieren. Als ich endlich den Ausgang gefunden hatte, stürzte ich halb aus dem Zelt und schlug dieses beinahe um. Simu und Thomi, die beim Campingtisch noch ein Bier tranken, sahen dies und mussten lachen.
Am nächsten Morgen erwachte ich wieder gegen 11 Uhr. Adä und Änn kamen gerade vom Einkauf zurück und ich ging unter die Dusche. Als ich zurück kam, waren auch die anderen wach und wir konnten frühstücken. Wir entschieden uns, heute nochmals nach St. Raphaël zu fahren und dort Roller zu mieten. Also gingen wir um 13.05 Uhr wieder auf den Zug (Thomi hatte sein Zugbillet natürlich schon wieder vergessen, benutzte dann aber das vom Vortag).
In St. Raphaël mussten wir erst einmal warten, bis die örtliche Information geöffnet hat. Wir gingen an den Strand und spielten wieder "Arschlöcherle". Als die Information geöffnet hatte, erkundigte sich Adä nach einer Rollervermietung. Sie bekam eine Adresse in St. Raphaël und eine in Fréjus. Zuerst gingen wir natürlich zu der in St. Raphaël, doch wir waren vom Anzahlungspreis (900 Euro pro Roller) so überrascht, dass wir es sein liessen. Hinzu kam, dass unsere EC-Karten nicht als Anzahlung gereicht hätten, weil man Kreditkarten brauchte.
Wir gingen nach einer kurzen Diskussion nach Fréjus, um dort die Preise anzuschauen. Da wir aber keinen Ortsplan hatten, mussten wir uns in diversen Geschäften nach dem Weg erkunden. Schlussendlich fanden wir heraus, dass das Geschäft noch 3.5 Kilometer von unserem Standpunkt entfernt war. Also liessen wir das Roller fahren bleiben. Auf dem Weg zurück nach St. Raphaël liessen wir uns noch ein Eis schmecken. Danach gingen die Mädchen wieder einen anderen Weg als wir Jungs. Wir schauten am Bahnhof, wann der nächste Zug nach Agay fährt, doch dies war erst etwa zwei Stunden später der Fall. Also setzten wir uns in ein Restaurant und kauften schliesslich noch beim Döner ein Kebab (ich natürlich nicht). Dann gingen wir wieder zum Bahnhof, da der Zug bald fuhr. Beim Gleis trafen wir dann wieder Änn und Adä und gemeinsam fuhren wir zurück nach Agay.
Simu, Änn und Adä gingen noch ein wenig baden und dann kochten Thomi und Mäthu das Nachtessen. Aus gewöhnlichen Ravioli wurde eine Raviolisuppe, da Mäthu noch viel Wasser beigefügt hatte. Dank den Würstchen, die Mäthu, Thomi und Simu noch gekauft hatten, konnten wir dann doch alle "genug" essen. Wir blieben bis etwas nach Mitternacht am Campingplatz, wobei sich zwei Mal jemand beklagte. Mit zwei Cachot Bier hatten wir es sehr lustig, da wir noch diverse Spiele auf Lager hatten. Um ca. 0.30 Uhr gingen wir Jungs an den Strand (mit Martini und Bier), wo Thomi noch Gitarre spielte. Um zwei Uhr gingen wir zurück zum Campingplatz, tranken noch ein Bier und gingen dann schlafen.
Am Freitag klingelte der Wecker bereits um 10 Uhr, doch ich stand erst eine Viertelstunde später auf. Als ich vom Duschraum zurück kam, streichten Adä und Änn bereits die Sandwich's. Dann frühstückten wir und packten unsere Taschen zusammen. Anschliessend hatten wir alle Mühe, die Zelte in die Taschen zu verstauen, was uns zum Schluss aber doch noch gelang.
Dann brachten wir das Gepäck an die Rezeption und gingen an den Strand. Da das Wetter nicht ganz so toll war, stellten wir uns auf einen badefreien Tag ein. Doch am Nachmittag kam doch noch die Sonne und Mäthu ging noch ins Meer. Thomi und ich spielten ein bisschen Frisbee, die anderen Beachvolleyball.
Um 17.30 Uhr gingen Änn und Adä zurück zum Campingplatz, eine Viertelstunde später folgten auch wir. Um 18 Uhr begann dann unser Marsch mit Gepäck vom Campingplatz zum Bahnhof. Nach einigen Pausen kamen wir nach 25 statt wie geplant 60 Minuten am Bahnhof an, so dass wir etwa 45 Minuten auf den Zug warten mussten. Dies ermöglichte uns Jungs natürlich eine weitere Partie "Arschlöcherle", wobei Simu als Verlierer aufgab. Dann kam der Zug und wir traten die Rückreise an.
In St. Raphaël mussten wir 75 Minuten warten, bis unser Nachtzug fuhr. Thomi, Simu und Mäthu gingen zum Döner, wir anderen in den McDonalds. Mäthu schaffte es, eine ganze Stunde lang zu essen. Neben dem Döner verdrückte er auch noch ein sehr grosses Menü vom McDonalds sowie einen zusätzlichen Hamburger und ein Eis.
Als unser Zug dann endlich kam, suchten wir unseren Wagen und unser "Zimmer". Doch dummerweise war unsere Türe geschlossen und wir mussten einen Kondikteur suchen. Dieser öffnete uns dann die Türe und wir konnten uns einrichten.
Simu spielte wieder ein bisschen Gitarre bis sich die Nachbarn beklagten (es war die sechste Reklamation am sechsten Abend - Rekord verdächtig!). Etwas vor Mitternacht schliefen wir dann ein. Ich hatte einen sehr unruhigen Schlaf, ich glaube sogar, dass ich die Nacht mehr wach als schlafend verbracht hatte. Jedenfalls weckte uns um 6 Uhr der Wecker, doch das wäre nicht mal so früh nötig gewesen. Wir hatten nämlich 45 Minuten Verspätung und trafen deshalb erst um halb 8 in Mulhouse ein. Dafür mussten wir dort nicht mehr eine Stunde warten, sondern nur noch etwa 20 Minuten. Wir gingen in den Zug und belegten ein paar Abteile mit dem Gepäck. Auf dem Weg nach Basel spielten wir wieder "Arschlöcherle".
In Basel mussten wir dann noch einmal umsteigen. Wir füllten wieder ein paar zusätzliche Sitze mit unserem Gepäck, doch das wurde nicht geduldet, da es fast keine freien Sitzplätze mehr gab.
Unterwegs ass ich dann mein Frühstück (Pringles - öfter mal was neues). Als wir in Olten ankamen, stieg Adä aus. Thomi sah, dass gleich im Anschluss ein Zug in seine Richtung fuhr, und so stieg auch er aus. Wir anderen fuhren weiter nach Bern. Dort trennten wir uns voneinander, einzig Simu und ich gingen wieder auf den gleichen Zug.
Am Samstag Morgen um 11 Uhr kam ich dann wieder zu Hause an. Meine ersten Zeltferien waren vorbei und ich werde es wahrscheinlich irgendwann einmal wiederholen. Wann, wo und mit wem bleibt offen, aber es hat mir sehr grossen Spass gemacht.
Fotos von den Ferien gibt es hier.
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