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Bei diesem "Kurzbericht" geht es um den Ausflug nach Monaco, den ich zusammen mit Mathys, Dave und Päscu von unseren Zeltferien in Marseillan-Plage aus unternommen habe.

Während meinem Urlaub in Südfrankreich habe ich mit Mathys, Dave und Päscu einen Ausflug nach Monaco gemacht. Wir brauchten etwa vier Stunden, um von unserem Campingplatz in Marseillan-Plage nach Monaco zu fahren. Da ich unbedingt in Monaco fahren wollte, übernahm ich das Steuer des VW Polo erst für die letzten 1 1/2 Stunden.

Als wir dann in Monaco angekommen waren, war erst mal stockender Verkehr. Wahrscheinlich waren wir nicht die einzigen, die mal eben so durch Monaco fahren wollten. Im Schneckentempo ging es den Berg runter Richtung Hafen. Da ich nicht genau wusste, wie man zum Hafen kommt, bin ich mal kreuz und quer durch die ganze Stadt gefahren, doch die Formel-1-Strecke, die ich ursprünglich mal abfahren wollte, hatten wir noch nicht gesehen. Mathys und Dave meinten, wir sollten den Wagen irgendwo parken und dann zu Fuss die Stadt erkunden, doch ich wollte zuerst die Strecke sehen. Nach etwa einer Viertelstunde rumgeirre standen wir ganz Nahe am Hafen mal wieder im Stau. Ich dachte so, dass hier doch eigentlich die Rennstrecke sein müsste. Kaum habe ich den Gedanken zu ende gedacht, konnte ich schon wieder 2-3 Meter weiterfahren und sah vor mir eine etwa 3 Meter breite Linie auf dem Asphalt aufgemalt - eine Startposition. Cool, haben wir die Strecke doch noch gefunden. Genau bei der Startposition musste ich natürlich wieder stehen bleiben, mein Blick schweifte 1-2 Meter nach vorne und da sah ich die Ziellinie. Ich stand also auf der Pole Position. :D

Die Gelegenheit liess ich mir natürlich nicht entgehen um die Strecke abzufahren. Zuerst wollte ich die Zeit messen, doch das Ergebnis wäre fatal gewesen, daher habe ich es gelassen. Gemütlich ging es dann weiter zur ersten Kurve, rechts rauf den Berg rauffahren - boah ist das steil hier! Ich war ja schon in Österreich beim Formel-1-Rennen, wo die steilste Passage der Formel 1 war. Doch das Bergaufstück in Monaco beeindruckte mich viel mehr, da es sich um ein viel längeres Teilstück handelte.

Oben am Berg angekommen fahren die Formel-1-Autos ja immer einen kleinen Linksknick, den ich dann auch genommen habe. Dummerweise stellte sich heraus, dass ich wohl eine Einfahrt zu früh eingebogen bin... So wie ich es gesehen habe kann man den Teil beim Casino nicht so fahren wie die F1-Boliden, aber vielleicht habe ich auch nicht genau genug geschaut.

Auf Hinterstrassen versuchte ich wieder auf die Strecke zurückzukehren, was einfacher gesagt ist als getan. Als ich bei einem Bergaufstück stehen musste und ein paar Passanten vor den Geschäften standen, dachte ich mir: Wieso nicht mal ein wenig auffallen? Beim losfahren liess ich die Räder mal ein paar Sekunden durchdrehen, was auch prompt für ein paar interessierte Blicke gesorgt hat. Ziel erreicht. :)

Plötzlich schaffte ich es wieder, bei der ersten Kurve auf die Strecke zu kommen. Also nochmals den Berg hoch, dieses mal halt gerade aus und dann erst links, und siehe da, da war schon das Casino. Vom Playstation-Spiel weiss ich, dass die Formel-1-Boliden ein wenig weiter vorne durchfahren und vor dem Casino eigentlich nur ein Abstellplatz für die Rettungsleute oder so ähnlich ist. Abstellplatz war das richtige Wort, den vor dem Casino waren die Luxuskarossen abgestellt. Ein Rolls Royce reihte sich an den nächsten, Ferraris und BMW's, Jaguars und Mercedes... Die Elite unter den Fahrzeugen war hier ausnahmslos vertreten. Da wir mit unserem Polo nur unangenehm aufgefallen wären, fuhr ich lieber schnell weiter.

Es ging also weiter, wieder den Berg runter, die langsamste Stelle der Formel 1 ist beeindruckend, ich fuhr sie mit etwa 30, die F1-Boliden glaub doppelt so schnell, aber die können ja auch auf die Gegenfahrbahn. Bei der anschliessenden Rechtskurve noch kurz die Randsteine mitgenommen (muss man doch auch mal erlebt haben) und dann in den Tunnel. Das Licht war gut, ich hatte keine Probleme mich an das dunkle Licht im Tunnel zu gewöhnen, obwohl draussen eine brütende Hitze und Sonnenschein pur war. Liegt wohl auch daran, dass ich mit 60 km/h unterwegs bin, und nicht 3-4 Mal schneller wie die F1-Fahrer...

Der Tunnel kam mir schier endlos vor, dabei schaut der bei den Liveübertragungen immer so kurz aus... Der Rechtsknick im Tunnel war grösser gebogen als ich dachte, kein Wunder also war Alonso dieses Jahr beim Überrundungsversuch gegen Ralf in die Leitplanken geknallt... Davon sah man übrigens - leider - nichts. ;)

Dann waren wir also beim Hafen, die Schikane ist für den Normalverkehr nur eine Gerade. Da am Hafen ziemlicher Betrieb war, entschieden wir uns, den Wagen dort zu parken und zu Fuss noch ein wenig durch die Stadt zu laufen. Zuerst ging es eine Treppe rauf zur Boxengasse, die wir dann mal abmarschierten. Ist schon ein komisches Gefühl, dort zu stehen, wo die F1-Fahrer sonst um Zentimeter neben ihren Mechanikern zum Stehen kommen.

Wir liefen rauf zum Casino, sahen unterwegs natürlich wieder unzählige Luxus-Limousinen, die wir zumeist auch fotografierten... Auch das bekannte Schwimmbad haben wir gesehen, war aber rappelvoll. Beim Casino war nach wie vor die 1. Klasse der Luxus-Limousinen versammelt, auch da machten wir unzählige Fotos. Wir irrten noch ein wenig durch die Stadt und kamen dann mal an einem Restaurant vorbei, wo wir draussen die Speisekarte anschauten. Das erste Essen auf der Karte war ein Salat, der Sage und Schreibe 33€ gekostet hat! So ist halt Monaco...

Wir zogen es vor, am Hafen bei einem Schnellimbiss etwas Günstigeres zu essen. Für eine "Pizza" (mehr dazu gleich) mit einem Getränk bezahlten wir etwa 10€, was in Monaco sicherlich in die unterste Preisklasse gehört. Aber ja, die Qualität war halt dann auch dementsprechend... Zuerst mal war die Bedienung arschlangsam, da wir halt nicht wie Luxus-Leute aussahen. Und dann, als wir endlich unser Essen erhalten haben, war nur eine Pizza gut, die restlichen 3 waren zum Teil verbraten oder - wie meine - ganz verbraten. Auf meiner "Pizza" war eigentlich weder Tomatensauce noch Käse zu sehen, sondern erinnerte vielmehr an einen Brotteig.

Ich gab mein Fladenbrot dann zurück und erhielt dafür ein günstigeres Sandwich, das ich wenigstens essen konnte...

Nach dem Essen war unser Ausflug nach Monaco auch schon wieder vorbei. Wir haben viel Luxus gesehen und ich glaube niemand von uns war enttäuscht.

Hier geht es zu ein paar Fotos von Monaco.