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Ende Schuljahr 1999/2000, also im 2. Kurs, machten wir eine Trekkingwoche in den Kanton Tessin. Vom 5. bis zum 9. Juni waren wir mit dem Fahrrad, dem Zug und auf den Füssen unterwegs. Wir hatten jede Menge Spass!
Hier ist ein mehr oder weniger kleiner Bericht von diesen 5 Tagen.
Fotos, die den Bericht interessanter machen, findest du am Schluss dieser Seite mit der im Text angegebenen Nummer.
Zum vornherein muss ich sagen, dass kein Tag so verlief, wie er geplant war, ausser dem Freitag (Das vorgesehene Tagesprogramm findest du am Anfang von jedem Tag.)! Wenn ich mich recht erinnere ist das Abendprogramm jeden Tag ausgefallen. Die ganze Woche über hatten wir jede Menge Spass, Freude, Action usw. Ich erzähle jetzt einfach mal von jedem Tag, wie er ablief, was wir gemacht haben...
Montag:
Tagesprogramm:
Abfahrt mit dem Zug: Düdingen um 8.58 Uhr
Umsteigen in Bern: Ankunft um 9.31 Uhr, Abfahrt um 9.43 Uhr
Umsteigen in Luzern: Ankunft um 11.03 Uhr, Abfahrt um 11.18 Uhr
Ankunft mit dem Zug: Um 13 Uhr in Airolo
Abfahrt mit dem Velo: In Airolo
Halt in Faido: Besichtigung eines Wasserfalls
Halt in Giornico: Besichtigung einer alten Kirche aus dem 13. Jahrhundert
Ankunft mit dem Velo: In Biasca um ca. 17 Uhr
Essen: Älplermagronen um ca. 19 Uhr
Schönwetterprogramm: Spiele auf dem Fussballplatz (z.B. Fussball, Rugby, Frisbi oder Brennball usw.). Danach ev. noch freier Ausgang in Biasca
Schlechtwetterprogramm: Diverse Spiele im Haus (Jassen, UNO oder selbst ausgedachte Spiele).
Nachtruhe: Die obligatorische Nachtruhe ist um 22 Uhr. Wenn man sich aber leise unterhält, kann man bis ca. 23.30 Uhr wach bleiben.
Wir fuhren um 9 Uhr von Düdingen los und kamen dann um 13 Uhr in Airolo an. Dort machten wir uns bereit, das heisst, wir nahmen unsere Fahrräder, beluden den Gepäckträger und machten uns bereit für einige Stunden Fahrrad fahren (Foto 1). Das Wetter war sehr schön, fast zu heiss finde ich. Nach etwa 45 Minuten Fahrt machten wir einen Halt in Faido. Dort besichtigten wir den Wasserfall. Er war sehr schön, doch leider konnten wir dort nicht baden, weil es verboten war. Dann ging es wieder weiter mit dem Fahrrad. Etwa eine Stunde später machten wir den zweiten Halt, das war in Giornico. Dort besichtigten wir eine alte Kirche (oder war es doch eine Ruine???) aus dem 13. Jahrhundert. Leider war der Eingang geschlossen, und wir sahen also nur das Äussere, und das sah so aus wie eine Ruine. Danach fuhren wir wieder weiter bis nach Biasca, dort wo wir dann auch übernachteten. Also, in der Jugendherberge konnten wir uns dann einrichten, und zum Nachtessen gab es dann selbstgemachte "Älplermagronen" (Foto 2). Nach dem Essen hatten wir freien Ausgang, und das erfreute uns alle! Doch leider konnten wir nur etwa 2 Stunden ins Dorf gehen, denn wir konnten etwa um 20 Uhr losgehen und um 22 Uhr wurde die Jugendherberge abgeschlossen. Also, im Ausgang war nichts los, deshalb suchten wir uns einen Spielplatz, damit wir irgendwo sitzen konnten. Doch das war uns zu langweilig, darum benahmen wir uns wie kleine Kinder und spielten auf dem Spielplatz herum, turnten an den Stangen, rutschen von der Rutschbahn, sassen auf der Schaukel usw. Plötzlich stieg einer vom Kunstturnen, der auch in unserer Klasse ist, auf eine Stange, rutschte aus und blutete recht stark am Ellbogen. Zum Glück hatte jemand ein Pflaster dabei, denn sonst wäre es noch schlimmer gewesen. Aber nach etwa einer Stunde hatten wir genug vom Spielplatz und hatten Durst. Deshalb gingen wir in ein Restaurant, und wir haben dort etwas getrunken. Um 22 Uhr waren wir dann im Zimmer, doch wer denkt schon ans schlafen, wenn man mit allen Knaben der Klasse zusammen in einem Zimmer ist??? Natürlich wollten wir noch ein wenig miteinander sprechen, und das dauerte und dauerte und dauerte... Ich weiss nicht mehr genau, wann wir eingeschlafen sind, aber es war sicher nach halb 3 Uhr.
Dienstag:
Tagesprogramm:
7.30 Uhr: Aufstehen
8 Uhr: Frühstück
9 Uhr: Abfahrt
11.30 Uhr: Ankunft in Bellinzona
Besichtigung der Castelgrande
14 Uhr: Abfahrt nach Tenero
17.30 Uhr - 18 Uhr: Ankunft in Tenero
Zelte aufstellen, Freizeit
Nachtessen: Rissotto
Abendprogramm (Turnier)
Nachtruhe: 22.30 Uhr - 23 Uhr
Nach etwa 5 Stunden Schlaf mussten wir um halb acht Uhr schon wieder aufstehen. Nach dem Frühstück (Foto 3) mussten wir die Taschen bereitmachen, und uns wieder aufs Fahrradfahren bereitmachen. Um etwa 9.45 Uhr war dann die Abfahrt Richtung Bellinzona. Wir machten immer nach etwa 45 Minuten einen Halt. Doch nach etwa einer Stunde und 45 Minuten machten wir den zweiten Halt immer noch nicht, und da dachte die Dienstag-Gruppe, sie sollte wieder einmal warten. Das Fahrrad fahren war übrigens so: Wir fuhren in fünf Gruppen, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Genau in der Reihenfolge waren wir dann auch. Bei der Montag-Gruppe war ein Lehrer, und bei der Freitag-Gruppe war einer. Der dritte (unser richtiger Lehrer (Foto 4); die anderen beiden waren nur Begleiter (Foto 5)) fuhr mit dem Zug, weil er nicht Fahrrad fahren konnte, denn er hatte sich 2 Wochen vorher den Finger fast ausgerissen, und er musste ihn wieder annähen, und er durfte erst etwa 2 Wochen später wieder Sport machen. Also, die Montag-Gruppe und der erste Begleiter machten also keinen Halt, und da dachten die Schüler der Dienstag-Gruppe, sie könnten wieder einmal warten, denn die Montag-Gruppe war schon längst ausser Sichtweite, und die Mittwoch-Gruppe war auch ganz langsam unterwegs, so dass diese Gruppe die Dienstag-Gruppe nicht mehr sehen konnte. Als dann alle Gruppen (ausser der Montag-Gruppe) beim Halt angekommen waren, rief der 2. Begleiter den ersten an, und der sagte, sie seien schon längst auf eine Nebenstrasse abgebogen. Doch sie haben nicht gewartet, und deshalb konnte die Dienstag-Gruppe nicht wissen, wann und wo die erste Gruppe abgebogen ist. Also sagte der 2. Begleiter, dass die Dienstag-, Mittwoch-, Donnerstag-, Freitag-Gruppe und er auf der Hauptstrasse bleiben, und die andere Gruppe (Montag-Gruppe) mit dem 1. Begleiter fuhr auf der Nebenstrasse weiter. So kamen wir (Dienstag bis Freitag-Gruppe) etwa 15 Minuten vor der Montag-Gruppe an, und sogar 5 Minuten vor dem Lehrer, der ja den Zug genommen hat. Der war dann so schockiert, dass er erst mal nicht wusste, was er sagen sollte. Doch nachdem auch die Montag-Gruppe angekommen war, konnten wir etwas Essen, wir bekamen 5 Fr. und mussten uns einfach etwas kaufen. Wir hatten 2 Stunden Zeit, und derweil mussten wir also etwas essen, eine halbe Stunde auf das Gepäck aufpassen, dass niemand es stehlen konnte, und die Castelgrande besichtigen. Das war ein altes Schloss, und es war noch toll, es gab sehr viele unterirdische Gänge, Türme... Die Aussicht vom höchsten Turm war einfach toll, man sah ganz Bellinzona! Dann um etwa 14 Uhr fuhren wir wieder weiter. Ach ja, was ich noch vergessen habe: Am Dienstag-Morgen war das Wetter nicht auf unserer Seite, es regnete und zwischendurch gab es sogar Hagelkörner. Doch wir mussten einfach weiterfahren, weil sonst der Tagesplan nicht aufgegangen wäre. Also, ab Mittag war es wieder besser, und am Nachmittag, als wir wieder weiterfuhren, schien wieder die Sonne. Zum Glück ging alles nur bergab, so war das Fahrradfahren auch nicht so mühsam. Um ca. 17.30 Uhr kamen wir dann beim Zeltplatz "Camping Rivabella" in Tenero an. Die Gruppen Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag stellten die Zelte auf, und unsere Mittwoch-Gruppe ging die Ess- und Trinkwaren einkaufen. Denn am Mittwoch mussten wir das Frühstück und das Mittagessen einkaufen. Als wir zurückkamen, da waren alle Zelte aufgestellt (Foto 6). Danach gingen wir ein bisschen baden im Lago Maggiore. Das Wasser war angenehm kühl. Dann um etwa 19.30 Uhr gingen wir in ein Grotto, ein Restaurant, in dem es den ganzen Tag das selbe Menu gibt. Entweder man nimmt es oder nicht, für die Vegetarier gab es allerdings eine Karte, wo sie selber etwas aussuchen durften. Nach dem Abendessen konnten wir wieder machen was wir wollten, und wir gingen an den "Strand" und badeten noch ein wenig. Dann spielte einer auf der Gitarre und wir sangen dazu. Um etwa 22 Uhr mussten wir vom "Strand" weg, weil dann Nachtruhe war. Natürlich wollten wir noch ein wenig sprechen, und deshalb mussten wir auf die Wiese neben dem Campingplatz. Dort sprachen wir noch bis in die Morgenstunden. Um etwa 2 Uhr gingen wir dann in unsere Zelte und wir schiefen dann bald einmal ein.
Mittwoch:
Tagesprogramm:
7.15 Uhr: Aufstehen
7.40 Uhr: Mit Fahrrad zum Bahnhof
8 Uhr: Bus Richtung Sonogno nehmer
9 Uhr: Frühstück in Sonogno
9.45 Uhr: Abmarsch durchs Verzascatal
ca. 12 Uhr: Mittagessen: Picknick
ca. 13 Uhr: Weiter laufen
ca. 14.15 Uhr: Ankunft in Lavertezzo
ca. 14.20 Uhr: Baden in der Verzasca
16.50 Uhr: Abfahrt mit dem Bus in Lavertezzo
17.15 Uhr: Ankunft in Tenero
ca. 17.25 Uhr: Baden im Lago Maggiore
18.30 Uhr: Nachtessen: Pizzeria
ca. 20 Uhr: Sportturnier
ca. 22.30 Uhr: Nachtruhe
Um etwa 7 Uhr mussten wir schon wieder aufstehen. Alle waren noch ein wenig müde und verschlafen, als wir auch schon im Bus nach Sonogno waren. Etwa eine Stunde dauerte die Fahrt, und dann assen wir in Sonogno das Frühstück, das unsere Gruppe eingekauft hatte. Dann um etwa 9.45 Uhr marschierten wir los. Zwischendurch machten wir immer wieder einen Halt. Es war nicht so anstrengend, denn es ging fast alles bergab. Irgendwo (ich weiss nicht wie der Ort heisst, aber wir marschierten vorher etwa 2 Stunden) assen wir dann das Mittagessen, und wir konnten auch ein bisschen baden. Doch, wie du sicher weisst, ist ein Bergfluss ziemlich kalt, ich schätze so, er war etwa 5 - 8 Grad kalt. Aber einige gingen trotzdem (Foto 7), ich ging nur kurz, hüpfte ein bisschen von den Felsen ins Wasser und stieg wieder aus, denn das Wasser war mir eigentlich zu kalt! Als wir dann wieder weitermarschierten, waren einige fast erfroren, aber es überlebten alle. Etwa um 14 Uhr kamen wir dann in Lavertezzo an, und, ich weiss nicht ob du es kennst, dort gibt es eine Doppelbrücke, die ist etwa 11 Meter über dem Wasser. Dort kann man dann hineinspringen, doch es hatte niemand den Mut. Doch zuerst bekamen wir von den beiden Begleitern noch einen Coup spendiert (Foto 8), den wir natürlich fröhlich in uns hinein stopften. Danach gingen wieder einige in die Verzasca (der kalte Bergfluss) baden, ich war diesmal nur als Zuschauer dabei. Es waren etwa noch 4 Leute, die den Sprung ins kalte Nass wieder wagten. Unter der Brücke gab es noch einen Stein, der war "nur" etwa 6 Meter über dem Wasser, und 2 von diesen 4 Schülern machten von dort den "Cliff-Kopfsprung", das sah sehr schön und auch lustig aus. Die anderen haben natürlich alle Fotos gemacht. Danach gingen wir wieder mit dem Bus nach Tenero zurück zum Campingplatz. Dort angekommen gingen wir wieder ein wenig baden, und um ca. halb 8 Uhr gingen wir dann in eine Pizzeria. Das Nachtessen dauerte etwa bis 21 Uhr, und danach konnten wir zum 3. Mal in 3 Tagen machen was wir wollten. Das Dorf war aber weiter weg, und so gingen wir eben wieder in den Camping zurück und machten ungefähr das gleiche wie am Dienstag, nur gingen einige um 1 Uhr schlafen, andere um 2 Uhr, einige sogar schon um 24 Uhr. Ich ging etwa um 1 Uhr schlafen. Im nachhinein muss ich sagen, dass ich doch schon früher hätte schlafen gehen sollen, denn um ca. 3 Uhr begann es zu regnen. Zuerst waren die Zelte noch gut und trocken, doch etwa um 3.45 Uhr begannen die "Wände" des Zeltes feucht zu werden, und wir (Adrian und ich) kamen beide den "Wänden" an, und deshalb wurde unser Schlafsack langsam feucht. Ich war im Tiefschlaf, und mein Nachbar weckte mich und sagte, ob wir nicht vor das Restaurant nebenan, das dem Camping gehört, an einen Tisch im Trockenen gehen wollen, doch ich war zu müde, um schon aufzustehen, und schlief wieder ein. Etwa 5 - 10 Minuten später erwachte ich wieder, und wieder fragte mein Nachbar das selbe. Ach ja, ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass die Schüler nur ganz normale 2er oder 3er Zelte hatten (ich war in einem 2er), und die Begleiter mit dem Lehrer einen grossen Camper mit Vorzelt gemietet hatten, und die in Trockenen schliefen. Also, um etwa 3.53 Uhr erwachte ich also wieder, doch ich war immer noch zu müde, um den Platz zu wechseln, und ich schlief erneut ein. Mittlerweilen kamen schon die ersten Tropfen in unser Zelt hinein. Um ca. 4 Uhr erwachte ich zum 3. Mal innert 15 Minuten, und diesmal wechselten wir den Platz doch, denn wir hatten schon einen kleineren See im Zelt. Vor dem Restaurant waren etwa schon 5 Leute, und mit dem Nachbar und mir waren wir dann etwa 7, und wir hatten ein richtiges Fest, denn wir waren alle sehr müde und lachten immer über jeden kleinsten Scherz, den wir sonst nicht lustig finden würden, aber das ist eben so, wenn man müde ist. Doch es war schon so hell und natürlich auch lustig, dass wir nicht mehr schlafen konnten oder wollten. Nur einer schaffte es noch, einzuschlafen, aber auch nur etwa eine Stunde. Mit der Zeit kamen immer mehr und mehr, am Morgen waren es etwa schon 13, also mehr als die Hälfte der Klasse. Um etwa 5 Uhr kam der Lehrer und sagte: "So, auch schon wach? Eure Zelte sind wohl nass. Macht doch einfach das Beste aus dieser Situation!" Und ich denke, das haben wir auch gemacht. Also, dann um etwa 7.30 Uhr kam ein Arbeiter vom Restaurant, und ein Kollege und ich gingen hinein, um uns zu entschuldigen, doch der Arbeiter sagte nur: "Das ist schon gut, ist ja logisch, dass man nicht in einem "See" schlafen will. Aber macht einfach, dass ihr um 8.30 Uhr weg seid, denn dann kommt der Chef, und der würde euch dann wegjagen." Also packten wir um etwa 8.15 Uhr langsam zusammen, und es hatte mittlerweilen wieder ein wenig aufgehört zu regnen. Also räumten wir die Zelte ab, und packten alles ein wenig zusammen.
Donnerstag:
Tagesprogramm:
Morgen: Zeltplatz in Tenero: Aufstehen um ca. 8.15 Uhr
Morgenessen
Zelte abräumen
10.30 Uhr: Mit dem Fahrrad nach Locarno (eventuell früher)
11-12 Uhr: In Locarno: Zelt- und Fahrradaufgabe
-12.55 Uhr: Stadtbesichtigung und Mittagessen
12.55 Uhr: Mit dem Zug (Centovalli) nach Domodossola
14.25 Uhr: Ankunft in Domodossola
ca. 14.30 Uhr: Stadtbesichtigung oder Markt
ca. 18 Uhr: Ankunft auf dem Simplon
19 Uhr: Abendessen auf dem Simplon
ca. 20.30 Uhr: Abendprogramm: Miss und Mister Lagerwahl
Also, nachdem alle durchnässten Zelte abgeräumt waren, schliefen nur noch 5 Leute, ein 3er und ein 2er Zelt war noch ganz trocken, und die schliefen noch. Natürlich waren wir alle so nett und liessen sie ausschlafen. Aber um 9 Uhr mussten sie auch aufstehen. Um 9.15 Uhr gab es das Frühstück im Restaurant, wo wir vor zwei Stunden noch fröhlich im Trockenen gesessen sind. Also, nachdem alles schön gepackt und aufgeräumt war, gingen wir wieder mit dem Fahrrad zum Bahnhof von Locarno. Dort gaben wir die Zelte und die Fahrräder ab. Danach konnten wir uns wieder das Mittagessen kaufen. Um ca. 13 Uhr nahmen wir dann den Centovalli-Zug, der uns über die Grenze nach Domodossola (Italien) führte. Im Centovalli-Zug waren fast alle eingeschlafen, und wir "Nichtschläfer" setzten allen, die schliefen, Zeitungsmützen auf, die wir gefaltet haben (Fotos 9 bis 12). Auch daran hatten wir wieder eine Menge Spass, und es wurden natürlich wieder alle fotografiert! Bei einigen Schülern haben wir uns aber anders entschieden und ihnen keine Zeitungsmützen aufgesetzt. Als Beispiel dient das 13. Foto. Also, in Domodossola konnten wir uns etwas kaufen, oder den Markt besuchen, es war wieder einmal "frei wählbar". Danach nahmen wir den Bus, der uns auf den Simplon brachte. Dort oben war es wieder bewölkt, und der Wind machte alles noch kälter als es sonst schon war. Zum Glück hielt der Bus genau vor dem Hospiz, so mussten wir nicht mehr lange laufen. Im Hospiz waren dann immer 9er Zimmer, und es waren immer 3stöckige Betten, also 3 mal 3 Stöcke. In dem Zimmer, in dem auch ich war, waren wir nur 6, und im anderen Knabenzimmer waren alle Betten gefüllt! Aber wir hatten es trotzdem lustig. Nach dem Abendessen konnten wir entweder im Zimmer bleiben, in der Küche etwas machen, oder im Gemeinschaftsraum etwas machen, dort war dann auch ein Klavier, und einige spielten noch Gitarre oder etwas anderes. 2 Kollegen, der Lehrer und ich waren dann am jassen, und ich war mit dem Lehrer, denn als ich die Karten holen ging, da haben sie die Teams gemacht, und ich konnte nicht wählen. Ich wäre natürlich lieber mit einem Schüler gewesen, aber egal, immerhin haben wir dann doch gewonnen. Danach spielte ich noch einige Partien Schach. Überhaupt spielten wir die ganze Woche ziemlich viel Schach. An diesem Abend spielte ich noch gegen einen anderen Schüler, und der gewann dann auch gegen mich. Gegen einige andere habe ich fast immer gewonnen. Ich spielte etwa gegen 5 verschiedene Schüler, und ich war also gegen 3 davon in Führung, und gegen die anderen 2 im Rückstand. Aber gegen Simon Fasel, der gegen mich 2:0 in Führung lag, gewann ich am Donnerstag noch ein Spiel, und so spielten wir dann am Freitag die nächste Partie. Also, nach diesen Spielen mussten wir schon schlafen, denn der Lehrer sagte uns: "Wen ich höre, der kann zum Begleiter schlafen gehen, und da kann man nur hoffen, dass ihr überhaupt noch schlafen könnt, denn der "schnarcht" sehr stark. Und wir waren sowieso sehr müde, deshalb schliefen wir auch schnell ein.
Freitag:
Tagesprogramm:
6 Uhr: Tagwache
6.30 Uhr: Z'Morge (Frühstück)
7 Uhr: Let's go!!! (Zwischendurch gibt's natürlich Pausen...)
12 Uhr: Ankunft in Brig und anschliessend Mittagessen
13.10 Uhr: Mit dem Bus nach Brigerbad
13.23 Uhr: Ankunft in Brigerbad
13.25 Uhr: Kleiner Marsch ins Thermalbad mit anschliessendem baden
15 Uhr: Beach-Volleyball-Turnier im Brigerbad
16 Uhr: Wieder baden...
17.20 Uhr: Im Bus zurück nach Brig
17.39: Ankunft in Brig
18 Uhr: Go home!!!
19.38: Ankunft in Bern
20.27: Abfahrt in Bern nach Düdingen
20.58: Ankunft in Düdingen (Sweet Home Sweet)
Nach etwa 6 - 7 Stunden Schlaf konnten oder mussten wir schon wieder aufstehen. Um etwa 6.30 Uhr gab es schon das Frühstück, und um 7.15 Uhr marschierten wir los. Vorgesehen waren eigentlich 275 Minuten (4 Stunden und 35 Minuten) marschieren, doch wir brauchten "nur" 3 Stunden und 11 Minuten vom Simplon bis nach Brig. Aber wir waren so müde danach, das kannst du dir kaum vorstellen. Ein Mädchen zum Beispiel rutschte auf einer nassen Holzbrücke aus, und wenn an der Seite nicht ein Holzträger gewesen wäre, dann wäre sie im Wasser gelandet. Oder ich war auch einmal mit einem Fuss schon in einer Grube, bzw. beim Abhang, der ins Tal führte. Aber abgesehen von diesen Zwischenfällen war eigentlich alles ok, ausser... Ja, einen Berg mussten wir noch überstehen, und der hatte es in sich! Da mussten wir auf etwa 850 Meter eine Höhendifferenz von ungefähr 220 Meter überstehen, und da ist das durchschnittliche Gefälle (oder in diesem Fall der durchschnittliche Anstieg) recht steil. Jedenfalls waren oben alle so müde, dass wir etwa eine halbe Stunde Pause machen mussten (Foto 14). Und die Begleiter waren am Schluss, und die kamen etwa noch 15 Minuten später oben an als wir. Der Lehrer war auch dabei beim Wandern, er war immer der erste, damit wir den Weg wussten. Aber als wir in Brig ankamen, da hatten wir sehr grossen Hunger, und wir durften uns wieder etwas einkaufen, für das Mittagessen und das Nachtessen auch gerade. Danach gingen wir ins Thermalbad beim Ort Brigerbad, es ist besser bekannt als Name "Brigerbad". Dort gab es jede Menge tolle Sachen, z. B. ein Becken mit einem Sprudel, ein Becken mit Massage-Düsen, ein Sportbecken extra für Schwimmer, dann gab es ein Kinderbecken, eine Grottenhöhle (die erste in Europa mit Klimaanlage) und ein Sprudel-Bassin (Foto 15), da sind an der Wand immer so Düsen eingebaut, und das erzeugt dann das Wasser so wie einen Fluss, aber das weisst du sicher selber. Und ja, es gab auch noch ein ganz ganz kleines Becken, dort führte die 182 Meter lange Wasserrutschbahn hinein. Es ist die längste Wasserrutschbahn der Schweiz, wenn ich mich nicht irre. Es war einfach toll! Um 18 Uhr hiess es dann leider schon wieder: Ab nach Hause. Wir waren zwar alle sehr müde, doch wir wären gerne noch ein wenig geblieben, denn wir hatten einfach nur eines, und das war Fun! Um 21 Uhr kamen wir in Düdingen an, und da wurden die meisten von den Eltern empfangen. Die Fahrräder konnten wir am Samstag wieder abholen, denn der Schalter am Bahnhof war schon geschlossen, und so mussten wir eben am Samstag alle noch einmal die Fahrräder holen. Aber es war trotzdem noch lustig!
So, falls du bis jetzt durchgehalten hast, dann gratuliere ich dir!
Jetzt kommen aber noch die Fotos, die im Text erwähnt wurden:
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Auf dem 1. Foto machen wir uns für die Fahrradfahrt bereit. |
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Das 2. Foto ist wie gesagt das Nachtessen (Älplermagronen) in der Jugendherberge. |
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Auf dem 3. Foto siehst du einige Klassenkameradinnen und Klassenkameraden nach dem Frühstück. |
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Das 4. Foto wurde im Zug geschossen, es ist unser Klassenlehrer Pascal Bächler. |
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Hier, auf dem 5. Foto , siehst du unsere beiden Begleiter "Mügeli" (links) und "Sigu" (rechts). |
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Auf diesem Gelände, das du auf dem 6. Foto siehst, verbrachten wir 2 Nächte. |
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Auf dem 7. Foto ist die Verzasca. Im Vordergrund sind zwei Schulkolleginnen. |
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Das 8. Foto sind die spendierten Coups von unseren netten Begleitpersonen. |
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Auf dem 9. Foto sind wir auf dem Weg nach Italien. |
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Wie du auf dem 10. Foto siehst, waren alle sehr müde. |
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Viele schliefen, wie zum Beispiel der Schulkamerad Adrian, der mit mir im 2er-Zelt war, den du hier auf dem11. Foto siehst. |
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Den "Schläfern" setzten wir solche Zeitungshütchen auf, wie du hier eines auf dem 12. Foto erkennen kannst. |
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Natürlich setzten wir nicht allen eine Zeitungsmütze auf, wer schon eine Mütze auf dem Kopf hatte, blieb selbstverständlich davon "verschont". Auf dem 13. Foto ist ein Beispiel. |
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Nach einem steilen Anstieg brauchten wir eine Pause. Während der Verpflegung wurden natürlich wieder Fotos geschossen, zum Beispiel das 14. Foto in meiner "Landschulwochefotogallerie". |
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Auf dem 15. Foto sind einige Klassenkameraden im Sprudelbad vom Brigerbad. |
Zum Bericht vom Kurztrip nach Monaco
Zum Bericht vom F1-Weekend in Österreich
Zum Bericht von den Zeltferien in Agay
Zum Bericht von der Kreuzfahrt
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