Home
Über mich
Familie
Freunde
Sprüche
Fotos
Gottéron
FC Bayern
Villeneuve
Avril
Urlaub
LSW 2000
Agay 2002
Kreuzfahrt 2002
Monza 2002
Zeltweg 2003
Monaco 2004
London 2008
Games
Snooker
Kart
Bowling
Links
Gästebuch
| |

Hier geht es um die Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer, die ich vom 14. bis 21. Juli 2002 mit meinen Eltern und Mathys gemacht habe.
Daten und Fakten zum Schiff
Name: European Stars
Sterne: 4
Stockwerke: 14
Länge: 251 Meter
Breite: 28.8 Meter
Gewicht: 58600 Tonnen
Passagiere: 1566
Kabinen: 783 (272 ohne Fenster, 511 mit Fenster, davon 132 mit Balkon)
Besatzung: 711
Geschwindigkeit: 20.8 Knoten
Stabilisatoren: 2
Lifte: 9
Pool: 4
Währung: Euro
Verpflegung: 6x pro Tag
Strecke
Genua - Neapel - Messina - Bizerte - Palma - Barcelona - Marseille - Genua
Sonntag, 14. Juli (Düdingen - Genua)
Abfahrt in Düdingen: 4 Uhr
Ankunft in Genua: 13 Uhr
Abfahrt nach Neapel: 17 Uhr
Nach einer sehr kurzen Nacht mussten wir kurz vor drei Uhr auch schon aufstehen. Mein Vater war wohl noch nicht so ganz wach, denn das erste, was er fragte, war: "Ist draussen schon hell?" Gut, es soll ja mal vorkommen, dass am Morgen um 3 Uhr die Sonne scheint, aber ich glaube nicht, dass dies in der Schweiz schon mal vorgekommen ist. Egal, wir mussten noch schnell die letzten Sachen einpacken und dann zum Bahnhof fahren. Dort warteten schon die ersten Busse, und wir (meine Eltern, zwei andere Erwachsene [Cotting's], Mathys und ich) setzten uns dann in einen Bus, wo es noch genau 6 Plätze frei hatte. Perfekt, die waren sogar hintereinander, und ziemlich weit vorne mit einem tollen Blick auf den Fernseher. Als es dann um vier Uhr los ging, war mir aber erst nicht nach fernsehen zu Mute, ich wollte lieber schlafen. Doch dies gestaltet sich für solche Personen wie mich schwierig, da ich in Fahrzeugen nur sehr schlecht schlafen kann. Deshalb schlief ich jeweils maximal 5 Minuten, um dann wieder eine Viertelstunde oder länger wach zu sein. Plötzlich ging der Fernseher an, und ich war hellwach. Verrückt nach Mary hatte ich noch nie gesehen, das war doch eine gute Möglichkeit. Zwei Stunden später war der Film vorbei, und er hat mir gefallen. Schon kam der nächste Film, Nothing Hill. Toll, den habe ich ja auch noch nie gesehen! Also wollte ich auch diesen schauen. Doch er war zu uninteressant und ich schlief zwischendurch für 5 Minuten ein. Als ich wieder aufwachte, nahm ich mal meinen Discman hervor und hörte ein bisschen Musik. Nach einem Halt in Italien ging es wieder weiter, doch dummerweise hatte der Chauffeur den Film zurückgespult, so dass er jetzt nochmal alles vorspulen musste. Doch das hatte er nicht im Griff, denn ca. 30 Minuten vom Film wiederholten sich. Deshalb war der Film dann auch noch nicht fertig, als wir in Genua eingetroffen sind. Mir wars ja egal, er interessierte mich ja nicht.
Als wir dann den Hafen erreichten, wussten die Chauffeure erst nicht, wo man denn anhalten musste, und so verging eine gute Viertelstunde, bevor wir endlich aussteigen konnten. Das Schiff war mittlerweile auch sichtbar, so ein riesen Ding kann man ja auch schlecht übersehen. Es war mit Abstand das grösste Schiff im Hafen, was uns allen natürlich sehr gefiel. Doch noch konnten wir nicht einsteigen, erst war einmal ein kurzes Warten angesagt, danach mussten wir unseren Board-Pass abholen und noch einige andere Sachen erledigen. Danach war ein langes Warten angesagt, und Mathys und ich begannen mit einer Petflasche Fussball zu spielen. Als wir dann keine Lust mehr hatten, entschieden wir uns, die Flasche irgendwie zu entsorgen. Es gab eine kleine Mauer, die war ca. einen halben Meter hoch. Wir machten ab, dass derjenige, der die Flasche eher über diese Mauer kickt, das Bett auswählen darf. Nach vielen misslungenen versuchen (der Wind machte es uns nicht einfacher) klappte es dann doch irgendwann, Mathys knallte die Flasche über die Mauer und wurde dafür von der Wache dort ein wenig zusammengeschissen, aber halb so wild, wir verstanden ja kein italienisch.
Als wir dann gegen 15 Uhr endlich aufs Schiff konnten, wurden wir ganz nett empfangen. Ein Buttler führte uns zu unserem Zimmer und verstaute dort auch gleich die Koffer. Da das Zimmer für 4 Personen zu klein war, gingen Mathys und ich auf eine Erkundungstour quer durchs Schiff. Nach einer Stunde dachten wir alles gesehen zu haben, aber dem war natürlich nicht so. Wir waren einfach hellauf begeistert, alles war sehr schön eingerichtet, einfach wie in einem Hotel. Ich dachte schon nicht mehr daran, dass wir uns auf einem Schiff befanden! Kurz nach unserer Erkundungstour gingen wir ein erstes mal zum Minigolf-Platz, und ich war überrascht, dass er so komisch aussah. Es war eigenlich ein kleiner Golf-Platz, und nicht nur die normalen Bahnen. Egal, einmal etwas anderes kann ja nie schaden, doch Mathys war die ersten paar Runden klar besser als ich. Plötzlich kam durch den Lautsprecher die Meldung, dass um 16.30 Uhr die Sirenen losgehen und alle Passagiere in ihr Zimmer eilen sollen, sich die Schwimmweste schnappen und dann den Anweisungen zu folgen. Wir beendeten um 16.20 Uhr unsere Mini-Golf-Partie, und wir gingen bereits ins Zimmer. Als dann der Alarm losging, nahmen wir die Schwimmwesten, zogen sie an, gingen auf den Flur und folgten den anderen Leuten. Alles ganz einfach, die Crew weiste uns zum Rettungsboot (jedes bietet Platz für 150 Personen) ein, dort mussten wir warten, und plötzlich hiess es, es sei alles gut gegangen und wir können wieder gehen. Wir gingen gleich ganz nach oben, um die Wegfahrt von Genua mitzuerleben. Es war wirklich cool, wie man all die kleinen Schiffchen verschwinden sah, als unser Luxusdampfer näher kam. :-)
Um 18.45 Uhr konnten wir uns zum Restaurant Napoleon begeben, wo wir das Nachtessen verspeisen konnten. Marius war unser Buttler, und er machte seine Arbeit hervorragend. Zwar verstand er nicht ganz alles auf Deutsch, aber mit den Englischkenntnissen von Mathys (er musste auch mir viel übersetzen) und mir konnten wir uns doch immer gut verständigen. Als wir die Karte bekamen, waren wir überrascht, dass die Auswahl so gross war. Es gab ein Fünf-Gang-Menü, wobei man jeweils zwischen vier Vorspeisen eine auswählen konnte. Dann standen 3 Suppen oder ein Pasta-Teller zur Auswahl, dann der Hauptgang (4 Angebote), ein Salat (3 standen zur Auswahl) und zu guter letzt noch ein Dessert (jeweils mindestens vier verschiedene). Wenn man danach noch immer nicht genug gegessen hatte, konnte man sich noch einmal den Hauptgang oder sonst etwas bringen lassen. Doch so weit kam es nie, es gab immer genau die richtige Portion.
Am Abend gingen wir dann ein bisschen in die Disco, doch da lief nicht so unsere Musik, so dass wir einmal quer durchs Schiff wanderten (das kam wirklich einer kleinen Wanderung gleich, es waren mindestens 250 Meter von ganz links oben nach ganz rechts unten). Am anderen Ende angekommen sahen wir ein schönes Lokal, Shelags House hiess es, kurz gesagt: Irish Pub. Da wir in Bern auch öfters mal im Irish Pub landen, machten wir dies zu unserem Stammlokal auf dem Schiff. Nur dort gab es auch einen Billard-Tisch, und wir spielten gleich einmal Billard. Das gestaltete sich aber schwieriger als erwartet, denn das Schiff begann langsam zu schaukeln und die Bälle gingen ihre eigenen Wege.
Da wir vom anstrengen Tag genug hatten und der Hunger langsam kam, gingen wir auf Deck 12 und holten uns etwas zu essen, beide genossen eine Pizza, was sich zu meinem späteren Ferien-Essen steigerte. Auf dem Schiff konnte man 24 Stunden am Tag essen und man brauchte nichts zu bezahlen. Nur das Getränk (wenn man kein Mineralwasser trinkt) kostete. Das Bier war leider sehr teuer, aber es war trotzdem unser Hauptgetränk.
Montag, 15. Juli (Neapel)
Ankunft in Neapel: 12.30 Uhr
Abfahrt nach Messina: 19 Uhr
Am Morgen weckten uns die Eltern gegen 9 Uhr, und wir gingen gemeinsam frühstücken. Schon da gab es ein Büffet, so dass wir uns einfach so bedienen konnte. Der Service war einfach perfekt. Kaum hatte man fertig gegessen, kamen auch schon die Buttler und räumten den Tisch ab. Man musste wirklich nur sagen was man wollte, und es wurde erledigt.
Nach dem Essen erforschten wir noch den Rest des Schiffes, doch wir hatten immer noch nicht alles gesehen. Am Dienstag endteckten wir zum Beispiel erst den Spielsalon, am Donnerstag die Bingo-Halle... Vielleicht haben wir auch nach dem Urlaub noch nicht alles gesehen, wundern würde mich nichts.
Gegen 12 Uhr gingen wir wieder nach oben, um die Ankunft in Neapel hautnah miterleben zu können. Dies war dann auch der Fall, das Schiff fuhr pünktlich ein, und wir machten uns dann langsam bereit, um an Land zu gehen. Erst durften alle Passiere von Bord, die einen geführten Ausflug machten, erst dann alle anderen. Mathys und ich wollten ein wenig die Stadt anschauen, doch kaum waren wir an Land, waren wir von den Italienern negativ beeindruckt. Auf den Strassen herrschte das reinste Chaos, jeder fuhr wie es ihm gefiel, Fussgängerstreifen wurden von den Autofahrern ignoriert, als Fussgänger musste man einfach drüber laufen und hoffen, dass man nicht angefahren oder gar überfahren wird. Nach einer knappen Stunde hatten wir den Respekt vor den Autofahrern dann verloren und wir benahmen uns schon so wie Italiener. Doch so ganz gefiel uns die Stadt nicht, ich suchte noch ein paar Karten, Mathys einige Dosen, doch er wurde im Gegensatz zu mir nicht fündig. Nach einem kurzen Stärkungsdrink gingen wir wieder aufs Schiff und gingen dort ein wenig in den Pool.
Am Abend gab es dann wieder das gleiche Ritual wie am Tag zuvor, nach dem Essen ging es ins Irish Pub und wir spielten Billard.
Dienstag, 16. Juli (Messina)
Ankunft in Messina: 8 Uhr
Abfahrt nach Bizerte: 16 Uhr
Auch heute standen wir wieder gegen 9 Uhr auf, und da lachte uns das sizilianische Festland an. Nach einem kurzen Frühstück gingen wir an Land um uns die Stadt anzuschauen. Es war unübersehbar, dass wir noch immer auf italienischem Boden waren, denn das Chaos auf den Strassen war nur minimal besser als in Neapel. Deshalb blieben wir auch nicht lange in Messina an Land, ich kaufte wieder meine Karten, Mathys kaufte sich zwei Mini-Dosen, auf die er sehr stolz war. Danach gings wieder an Bord, wir lagen am Pool, im Whirlpool und spielten Minigolf. Mir gelang der erste Hole in One, es sollten mir im Verlaufe der Woche noch zwei weitere auf zwei anderen Bahnen gelingen.
Nach dem Nachtessen gingen wir wieder ins Irish Pub, doch unser Billardtisch war besetzt. Wir verstanden die Sprache der beiden nicht, doch wir kamen schnell darauf, dass es etwas skandinavisches sein musste. Als sie ihr Spiel zu Ende hatten, konnten auch wir spielen. Und so wechselten wir uns bis spät Abends ab. Einmal tauchten dann auch noch zwei andere auf, die liessen wir auch spielen, und die sprachen auch Schweizerdeutsch, was wir erst gar nicht bemerkt haben. Die waren dann schnell wieder verschwunden, und wir haben kein Wort miteinander gewechselt, ausser "you can play" und so ähnlich.
Mittwoch, 17. Juli (Bizerte)
Ankunft in Bizerte: 8 Uhr
Abfahrt nach Palma: 17 Uhr
Der heutige Tag war ein schlechter. Mein erstes Mal war ich auf einem anderen Kontinenten, doch das war kein Zuckerschlecken. Wir machten es uns mit meinen Eltern am Strand gemütlich, doch mein Vater kriegte die Panik, weil andauernd irgendwelche Einheimischen auf unser Gepäck starrten und es vielleicht stehlen wollten. So liess mein Vater dann auch einen Spruch ab, als er ins Wasser ging: "Lasst Mami nicht alleine, denn wenn drei auf einen kommen, dann hast du keine Chance." Na toll, Ängste kann man haben. Er blieb etwa 2 Minuten weg, die Angst war ihm wohl zu gross. Als er wieder da war, gingen Mathys und ich wieder ins Wasser und mich sprach ein Tunesier an. Er fragte, ob ich Tscheche oder Finne sei. Naja, nicht ganz, er musste ja auch nicht alles wissen, und ich sagte ihm, dass ich ein Deutscher sei. Als wir wieder ans Ufer gingen, fragte meine Mutter, ob jemand einen Apfel möchte. Mein Vater antwortete: "Nein, ich habe keine Zeit, ich muss die Typen in den Augen behalten." Dümmer kann man sich wirklich nicht anstellen. Mathys wollte ihm klarmachen, dass er bereits zwei Mal in Tunesien war, und sie hatten ihre Sachen immer am Strand gelassen, niemand habe etwas gestohlen. Doch dies wollte mein Vater nicht glauben. Er sagte: "Spätestens um 1 Uhr sind wir hier weg." Um ihm einen Gefallen zu machen gingen wir mit ihnen zurück aufs Schiff. Davor musste ich aber wieder eine Karte kaufen. Langsam wurde es knapp, wir mussten uns beeilen, um aufs Schiff zu kommen, denn wir hatten nur noch 3 Stunden Zeit. Mein Vater stresste uns andauernd, die Zeit drängt und so weiter, dabei mussten wir nur noch ca. 200 Meter bis zum Schiff laufen und wir hatten noch gut 3 Stunden Zeit... Naja, es war nicht sein Tag.
Als wir dann wieder an Bord waren, gingen Mathys und ich erneut ein bisschen Minigolf spielen. Mein zweiter Hole in One wurde Tatsache, und ich steigerte mich langsam. Es war glaube ich heute, als ich Mathys das erste Mal besiegen konnte. Bis zum Schluss der Ferien hatte ich die Bilanz wahrscheinlich ziemlich ausgeglichen.
Danach machten wir es uns noch ein wenig auf den Liegestühlen bequem, doch leider hatte es keine Schattenplätze mehr frei, also liessen wir uns bräunen. Für mich war das eine grosse Fehlentscheidung. Obwohl ich mich schön vorbildlich mit Sonnencreme eingeschmiert hatte, zündete mein ganzer Oberkörper am Abend wie eine Glühbirne, einfach rot. Halb so wild, es brannte noch nicht (das tut es zum Glück immer noch nicht, und jetzt zieht die Röte wieder ab). Noch vor dem Essen wollten wir noch eine Runde Billard spielen, wir liessen die zwei Euro rein, doch es kamen nur 15 Kugeln. Die 16. (die weisse) ist wahrscheinlich stecken geblieben, ich dachte, jemand habe sie mit aufs Zimmer genommen, damit niemand anderes mehr Spielen kann. Also ging ich an die Bar und sagte: "The white Kugel is missing." Natürlich verstand die Arbeiterin mein Deutsch-Englisch nicht, und ich bemerkte meinen Fehler nicht. Ich wiederholte es nochmal und merkte dann endlich meinen Fehler. "The white ball is missing", verbesserte ich mich, und langsam verstand sie es. Sie schickte mich weiter ins Casino, doch dort war keiner an der Bank. Also ging ich an den leeren Roulette-Tisch , zeigte auf die Bank und fragte: "Is there something? äh, sorry, someone?" Peinlich peinlich. Nee, dort kam erst jemand um 18 Uhr, also mussten wir warten. Ich ging runter, um Mathys die schlechte Nachricht mitzuteilen, doch er hatte die weisse Kugel mittlerweile auf dem Tisch. Als ich ihn fragte, wie er zu der gekommen sei, sagte er: "Jemand ist gekommen und hat sie aus dem Loch geholt. Du bist wahrscheinlich blind." Auch das noch. Drei peinliche Sachen wegen einer weissen Kugel, die - ich kann es mir nur so erklären - in der Röhre steckengeblieben ist und wegen dem Wellengang dann rausgekugelt ist.
Nach dem Nachtessen wollten wir wieder Billard spielen, aber der Tisch war wieder von den Skandinaviern besetzt. Also gingen wir auf die andere Seite und spielten Darts. Mathys war nicht gut, weil er es schon sehr lange nicht mehr gespielt hatte, doch er steigerte sich im Verlaufe der Ferien beträchtlich und ich hatte am Schluss meine liebe Mühe, noch zu gewinnen (ähnlich wie er im Minigolf). Als wir dann wieder zum Billardtisch wechselten, waren wieder die beiden Jungen da, die Schweizerdeutsch sprachen. Wir sprachen sie mal an und fragten, woher sie kommen. Aus Lichtenstein, cool, das ist eines meiner Lieblingsländer! Wir kamen ein wenig ins Gespräch, und dann kamen auch noch zwei Italienerinnen, die ebenfalls Billard spielen wollten. Die beiden Lichtensteiner (David und Stefan) hatten anscheinend schon mit ihnen gesprochen, denn sie begrüssten sich und begannen auch gleich miteinander zu sprechen. Dann stellten sich die Italienerinnen uns vor und auch wir begannen miteinander zu diskutieren. Wir spielten plötzlich ein drei gegen drei (Lichtenstein, Italien und Schweiz), und die Skandinavier fragten wir dann auch, und so spielten wir dann 4 gegen 4. Es war ganz lustig, und irgendwann haben wir herausgefunden, dass die Lichtensteiner und die Italiener Geschwister sind. Die Skandinavier stellten sich dann als Norweger heraus, und sie waren ebenfalls Geschwister. Wir hatten es bis zum Rest der Ferien immer sehr lustig miteinander, denn wir trafen uns jeden Abend zum Billard.
Donnerstag, 18. Juli (Palma)
Ankunft in Palma: 15 Uhr
Abfahrt nach Barcelona: 24 Uhr
Da wir in der vergangenen Nacht bis in den frühen Morgen Billard gespielt hatten, haben wir heute ausgeschlafen. Wir hatten ja sowieso nicht viel zu verlieren, man konnte erst um 15 Uhr an Land gehen, also mussten wir den Tag bis dahin auf dem Schiff verbringen. Bei den zahlreichen Möglichkeiten war dies aber kein grosses Problem. Uns zog es natürlich gleich ins Irish Pub, die anderen vom Vortag waren nicht da, also spielten wir eben alleine Billard. Auf der Karte, wo alle Getränke drauf standen, stand: Any draft pint 50 cl - 3.90 €. Da wir alle Biere einmal testen wollten, sagte ich zur Kellnerin: "I take an any draft pint." Dummerweise war das natürlich keine Biersorte, sondern einfach eines der Draft-Getränke, nur einfach ein halber Liter. Nach einigen Verständigungen habe auch ich es begriffen und bestellte ein any draft pint Boddington.
Gegen 16 Uhr gingen wir dann von Bord, Mathys nahm noch Badehose und ein Badetuch mit, ich nicht, da es ziemlich aussichtslos war, auf einen Strand zu stossen. Wir gingen erst ins Warenhaus, dort fand Mathys dann drei Dosen, die ihm in seiner Sammlung noch fehlten. Er freute sich riesig, und ich freute mich auch, weil ich eine neue Fanta-Sorte entdeckt habe. Gut gelaunt liefen wir dann weiter durch die Stadt, doch es war drückend heiss und Mathys wollte plötzlich nicht mehr weiter bergauf laufen (es ging noch 100 Meter, dann ging es wieder abwärts). Er drehte um, ich lief weiter. Plötzlich war ich auf einer gut belebten Strasse und hörte Leute rufen: "Patrick! Patrick!" Ich sah mich um, und im Restaurant auf der anderen Seite waren Cottings und meine Eltern. Ich ging also zu ihnen und sie fragten mich, wo ich denn Mathys gelassen hätte. "Der müsste bald kommen, er wollte nicht mehr bergauf laufen, und ich wollte nicht umdrehen." Ca. 3 Minuten später tauchte er dann auch auf, und er war sichtlich überrascht, mich da zu sehen. Als wir dann gemeinsam mit Cottings und meinen Eltern weiter laufen wollten, fiel mein Blick auf eine grosse Halle. Dort stand auf Spanisch Billard und Bowling drauf. Uns zog es natürlich dahin, meine Eltern und Cottings gingen weiter. Wir gingen also in diese Halle, und es war unser Traumparadies! 8 Billard-Tische, etwa 15 Bowling-Bahnen, Tischfussball konnte man spielen, Tischhockey ebenfalls, eine Dartscheibe hatte es auch, einfach toll. Wir spielten Tischfussball (komische Tische waren das), Tischhockey und Billard. Für uns stand fest: nach dem Nachtessen sind wir wieder hier! Also, wir gingen dann weiter, zurück zum Schiff, und wir entdeckten doch noch einen (halben FKK-)Strand (meine Eltern haben uns darauf hingewiesen). Mathys ging ins Wasser, ich liess mich weiter röten...
Nach dem Essen gingen wir also wieder in den tollen Salon, spielten drei Partien Bowling, wobei ich nach anfänglichen Problemen trotzdem alle drei Partien gewinnen konnte. Leider bekamen wir kein Bier, da man in Spanien erst ab 18 Jahren Bier trinken darf. Halb so wild, wir spielten dann nochmal Billard und einige Male Darts, und als wir wieder auf dem Salon rausgingen, stellte ich fest, dass ich in dieser Halle kein Spiel verloren hatte, in welcher Sportart auch immer. Man könnte fast von einem Heimvorteil reden, denn solche Hallen sind mein zu Hause!
Auf dem Weg zurück zum Schiff fanden wir wieder eine Petflasche, die wir versuchten, auf das Grundstück von Miguel Carlos oder so ähnlich zu kicken. Davor war aber ein gut zwei Meter hohes Gitter, was die Sache sehr schwierig bis unmöglich machte. Wir legten uns die Flasche jeweils schön vor, lupften sie, doch es wollte niemandem gelingen. Kurz vor dem Schiff hatte ich noch drei Schüsse, die an den obersten Rand des Gitters gingen, aber leider nie darüber. Die Höhe hätte ich einige Male geschafft, doch dann stimmte die Richtung nicht. Zum Schluss warf Mathys die Flasche mit der Hand drüber, wir waren gescheitert.
Freitag, 19. Juli (Barcelona)
Ankunft in Barcelona: 8 Uhr
Abfahrt nach Marseille: 18 Uhr
Für heute hatten Mathys und ich den ersten und einzigen Ausflug geplant. Ziel war das Fussballstadion Nou Camp, beziehungsweise Camp Nou, beides ist richtig. Nebem dem Besuch des Stadions war auch ein Besuch im Museum des FC Barcelona sowie ein bisschen Shopping in der Stadt angesagt. Da der Ausflug erst am Nachmittag begann, genossen wir den Morgen noch ein wenig.
Als dann der Ausflug begann, wurde uns die Stadt vorgestellt. Da ist Kolumbus, hier die Post, da dieses und dort jenes. Sogar das World Trade Center sahen wir, aber es ist natürlich kaum mit dem ehemaligen WTC in New York zu vergleichen. Bevor wir ins richtige Fussballstadion gingen, besuchten wir noch 15 Minuten das Olympiastadion von 1992. Da ich dies schon kannte, war ich von der grösse nicht sonderlich beeindruckt, es war ja sogar ein bisschen kleiner als das Olympiastadion in München. Als wir dann endlich vor dem richtigen Stadion angekommen sind, war mir wieder komisch zu Mute, wie damals in München. So ein geiles Stadion, es ist noch grösser als das in München (105000 Zuschauer können in Barcelona sitzen). Von aussen hätte man auch hier nicht unbedingt auf ein Fussballstadion geschlossen, eher auf ein Hotel. Dann gingen wir ins Museum, dort gab es von der Gründung über die besten Jahre bis zur heutigen Zeit alles über den FC Barcelona zu erfahren. Es war sehr interessant. Unter anderem erfuhren wir, dass der Klub von einem Schweizer gegründet wurde, der im Kanton Tessin lebte, und die Farben des Teams dem Kantonswappen entnommen wurden, also blau-rot. Das Stadion selber war einfach der Wahnsinn! Drei Stockwerke gab es, man konnte den Himmel fast nicht mehr sehen, auf einem Foto hatten jedenfalls nicht alle Sitzplätze platz. Deshalb schoss ich zwei Fotos, um sowohl die Tribühne als auch den Rasen einmal verewigt zu haben.
Dann ging es also weiter in die Stadt, doch wir hatten nur noch knapp 50 Minuten Zeit. Wir gingen erst schnell ins 9-stöckige Warenhaus und kauften uns dort etwas zu essen und etwas zu trinken. Danach gingen wir ins Viertel, wo auf der Strasse Tiere (vor allem Vögel und Papageien) verkauft wurden. Dort wurde Mathys dann auch noch einmal fündig, denn er suchte einen Schal von Real Club Deportivo la Coruña. Zu allem Überfluss legte er diesen in unserem Zimmer auf dem Schiff auf die Fensterbank, so dass man ihn täglich anschauen musste.
Am Abend gingen wir natürlich wieder ins Irish Pub und spielten Dart. Mathys bestellte ein Becks, ich ein Hoegaarden. Als die Kellnerin kam, fragte sie: "For who is the becks?" Und Mathys antwortete: "It's for him." Als das Bier eingeschenkt war, korrigierte er sich: "Äh, no, it's for me!" Auch er leistete sich einige Peinlichkeiten. Nach dem Essen zog es uns erneut ins Irish Pub, und ich sagte zur Kellnerin: "I take a Bass Ale." Ihre Antwort: "No." Hm, jetzt war ich überfordert. Doch, ich möchte eines! Aber nachdem sie mir mehrmals klar machte, dass sie kein Bass Ale an Lager haben, begriff ich es. Dann nahm ich eben ein Hoegaarden, und sie fragte mich, ob ich das mag. Natürlich, ist ja schliesslich mein zweites Lieblingsbier nach Corona.
Später kamen dann wieder die Norweger, die Italienerinnen und die Liechtensteiner, und plötzlich tauchten auch noch zwei komische Jugendliche auf. Die waren so etwa um die 20 Jahre und sahen wirklich komisch aus, weshalb sie mir nicht wirklich sympatisch waren. Doch das war nur ein falsches Vorurteil, plötzlich kamen wir ins Gespräch, sie stellten sich als Mexikaner heraus und das internationale Billard-Spiel konnte in die nächste Runde gehen. Wir hatten es wieder den ganzen Abend bis spät in die Nacht lustig.
Samstag, 20. Juli (Marseille)
Ankunft in Marseille: 8 Uhr
Abfahrt nach Genua: 18 Uhr
Um 1 Uhr morgens verabschiedeten sich die Mexikaner, die erst in Barcelona an Bord gekommen waren. Dann gingen wir (Lichtenstein, Norwegen, Italien und Schweiz) nach oben, um uns etwas zu Essen zu holen - um 4 Uhr morgens. Die Italienerinnen machten nicht mehr lange mit, eine Viertelstunde später gingen sie schlafen. Um halb fünf Uhr erinnerten sich die Norweger, dass sie am nächsten Tag von Bord gehen mussten und noch nicht gepackt hatten. Also verabredeten wir uns um 5 Uhr wieder am gleichen Ort.
Dort trafen wir uns dann wieder, sechs Leute waren wir noch. Wir wollten den Sonnenaufgang sehen, doch die Sonne wollte nicht aufgehen. Also spielten wir mit Händen und Füssen und einem Gumpiball Minigolf, doch der Spass war nur von kurzer Dauer, man konnte nicht vernünftig spielen. Also gingen wir ins mittlerweile geschlossene Irish Pub, und spielten noch eine Runde Billard. Als dann jemand gewonnen hatte, und noch ein paar Kugeln auf dem Tisch waren, spielten wir durchs ganze Pub ein wenig Cricket, Fussball und Golf, und auch noch ein paar andere Sachen. Jedenfalls löste sich plötzlich beim Billard-Schläger vorne der Schutz oder was das ist, und die blaue Kreise brach auch auseinander. Zum Glück blieben wir nicht mehr zu lange auf dem Schiff. Um 7 Uhr holte ich dann eine Informationsbroschüre, wo drauf steht, wann denn die Sonne aufgeht. Es hiess um 7.18 Uhr, also gingen wir etwa 5 Minuten vorher raus. Mit dem Sonnenaufgang wurde es dann allerdings nichts, man konnte nicht mal bis zum Meerwasser schauen, es war alles voll Nebel. Das hatten wir eigentlich schon vorher erwartet, denn um 5 Uhr begann es langsam neblig zu werden und wir wurden draussen nass und erfroren fast (die Norwegerin traf es am härtesten). Aber jetzt war 7.15 Uhr, und wir hatten wieder kalt. Da wir doch noch ein wenig Hoffnung hatten, nahmen wir uns alle ein Badetuch (die gab es tagsüber gratis zum auslehnen) und warteten. Fünf Minuten später entschieden wir uns dann, wieder ins Irish Pub zu gehen und dort noch etwas zu trinken (die Lichtensteiner leerten ihre Minibar). Gesagt, getan. Kurz vor acht Uhr mussten die Norweger langsam gehen, denn die gingen ja heute an Land und zurück in ihre Heimat. Also verabschiedeten wir uns, Mathys und ich gingen in unser Zimmer und trafen meine Eltern, die sich gerade für ihren Landausflug bereit machten. Gemeinsam gingen wir etwas essen, für die Eltern war es das Frühstück, für uns irgend etwas. Um 9 Uhr waren wir wieder im Zimmer und Mathys und ich legten uns mal hin. Wir schliefen rund zwei Stunden, um elf Uhr erwachte ich und weckte Mathys, da ich das Land ein wenig geniessen wollte. Gegen halb zwölf Uhr gingen wir dann an Land, marschierten los und marschierten und marschierten und marschierten... Nach etwa 25 Minuten erkundigte ich mich mal bei einem Passanten, wo denn das Zentrum sei. Der sagte, dass wir auf dem richtigen Weg sind und einfach weiterlaufen müssen. Gut, immerhin der Weg stimmte. Wir entdeckten ein Restaurant, wo wir uns stärkten und ich diskutierte ein wenig mit dem Verkäufer. Woher wir kommen, ob er uns etwas helfen könne. Ich fragte nach dem schnellsten Weg in die Stadt, und er riet mir den Bus an. Gute Idee, also gingen wir zur Bushaltestelle, schauten den Fahrplan an und waren verwirrt. Da hiess es nirgendwo Zentrum, Bahnhof oder Marseille, also verzichteten wir auf die Stadt und machten uns wieder auf den Weg zurück zum Schiff. Etwa 500 Meter vor dem Schiff sahen wir den Car und uns winkte jemand zu. Ah, das waren ja meine Eltern, wir winkten zurück. Im Schiff warteten sie auf uns und sie fragten mit einem Lächeln im Gesicht: "Wart ihr in der Stadt?" Natürlich nicht, wir erklärten es ihnen, und sie berichteten: "Wir fuhren 20 Minuten mit dem Car, ehe wir im Zentrum waren." Na toll, zum Glück sind um umgedreht. Das war der erste Landausflug, der weniger als gar nichts gebracht hat. Und es blieb zum Glück auch der einzige.
Um 12.40 Uhr waren wir also wieder auf dem Schiff, das bedeutete, dass in 20 Minuten das Qualifying begann. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen, rauf ins Zimmer, RTL angeschaltet (nur dort wurde auf dem Schiff die Formel 1 übertragen) und zugeschaut. Mathys schlief zwar in der Anfangsphase immer wieder ein, aber das war besser so, denn er verpasste weniger als ich. Pünktlich um 13.45 Uhr schlief ich nämlich ein und erwachte um 14.05 Uhr wieder. Da gab gerade Ralf Schumacher ein Interview. Super, ich habe das beste verpasst. Schnell den Teletexte inschalten um die Platzierungen zu checken. Aha, Montya mal wieder, Mathys klärte mich auf, dass er in letzter Sekunde die Pole geholt hatte. Hm, verpasst, scheisse. Ansonsten nichts enorm besonderes, Räikkönen mal nicht fünfter, Villeneuve 16. Ich konnte das Rennen ja sowieso nicht schauen, also halb so wild.
Danach gingen wir etwas essen, Mathys wollte dann ein wenig sonnen, ich nicht (war ja rot genug), und so legte er sich auf einen Liegestuhl und ich ging kurz ins Zimmer. Jedenfalls plante ich, dort nur kurz zu bleiben, doch dann kam die Tour de France und ich blieb eben im Zimmer. Die Hälfte habe ich verschlafen, plötzlich erwachte ich wieder, und der Fernseher lief nicht mehr. Meine Eltern sind gekommen und haben die Kiste ausgemacht. Dann schaltete ich sie eben wieder ein und ich hatte für heute genug geschalfen. Den Rest des Rennens verbrachte ich aufmerksam und ich freute mich über Lance Armstrongs Attacke und dem damit zusammenhängenden Sieg.
Vor dem Nachtessen gingen wir noch ein bisschen Darts spielen, wobei ich immer abgelenkt wurde, denn ich sah immer irgendwelche Delfine und Wale im Wasser versinken. Dies stellte sich dann leider als Illusion heraus.
Am Abend gab es wieder das gleiche Ritual, Lichtenstein, Italien, Mexiko und die Schweiz trafen sich im Irish Pub, Mexiko verschwand am ersten, dann tauschten wir noch ein wenig Adressen und Natelnummer und so weiter aus und dann verschwanden langsam alle. It was time to say good bye.
Sonntag, 21. Juli (Genua - Düdingen)
Ankunft in Genua: 8 Uhr
Abfahrt nach Düdingen: 10.15 Uhr
Ankunf in Düdingen: 16.15 Uhr
Als wir um etwa 2 Uhr am Morgen im Zimmer waren, mussten wir noch unsere Taschen packen. Das hätten wir beinahe vergessen, aber zum Glück haben wir vieles schon nach dem Nachtessen vorbereitet. Nur noch in die Taschen stopfen und fertig. Danach gab es eine kurze Nacht, um 8 Uhr mussten wir aus dem Zimmer verschwinden. Um 7.30 Uhr weckten uns deshalb meine Eltern, Mathys musste zudem noch seine Rechnung an der Bank bezahlen. Dann trafen wir uns beim Frühstück wieder, und dann war wieder warten angesagt. Ich hatte noch 5 Euro, Mathys noch einen, also spielten wir noch 2 Mal Darts, wobei Mathys und ich je einmal gewannen. Die Entscheidung fiel also im Billard. Und da gewann Mathys das letzte Spiel in den Ferien. Glückwunsch.
Nun mussten wir noch eine halbe Stunde warten, ehe wir von Bord gehen konnten. Raus, noch ein letztes Foto, ein Tschüss an die Kanada-Fahne und das Schiff, Koffer greifen und in den Laderaum des Cars legen, rein in den Car, Kopf einziehen (bei der Hinfahrt habe ich mir 4 Mal den Kopf angestossen, bei der Rückfahrt traf es Mathys) und Platz nehmen. Etwa 10 Minuten später begann es leicht zu nieseln, und wir fuhren los. Die Fahrt war kurzweiliger als die Hinfahrt, obwohl kein Film lief. Um 12.15 Uhr machten wir einen Halt, wir kauften ein Sandwich (wenn man dem so sagen konnte *würg*) und gingen wieder in den Car. Mathys und ich wurden zunehmend nervöser wegen dem Formel-1-Rennen, Schumi konnte ja heute WM werden, was wir aber beide ausschlossen und uns eigentlich am Arsch vorbei ging. Ich informierte mich noch ein wenig, ob denn jetzt Fisichella oder Frentzen oder keiner der beiden fährt und ob sonst noch etwas passierte. Um 14.05 Uhr kam ein SMS: Rubens Barrichello ist aufgebockt am Start stehen geblieben und musste an der Boxengasse aufgeben. Stallorder? *g* Egal, Villeneuve 15. *lol* Nach 5 Minuten ohne neue Informationen hielt ich es nicht mehr aus, ich schrieb allen F1-Fans ein SMS, doch nur wenige schrieben zurück. Es reichte aber, um bis kurz vor Schluss einigermassen auf dem Laufenden zu sein. Plötzlich hiess es: Noch 9 Runden, Kimi führt immer noch vor Schumi! Cool, erster Sieg für Kimi! Aber wir verpassen es... 5 Minuten später: Kimi verbremst sich, Schumi wird Weltmeister. Na toll, Schumi also vor Kimi. Und wie war der Endstand? Keine Ahnung. 2 Leute hätten mir schreiben sollen, wie das Rennen ausging, niemand schrieb (die Deutschen halt ;-)), ich war genervt, schrieb in die Schweiz, doch auch da war nichts zu erreichen. Entweder heulte man (Kimi-Fans) oder feierte (Schumi-Fans). Was anderes kannte ich nicht, also nutzte ich diese beiden Argumente als Ausreden. Um 16.15 Uhr kamen wir dann in Düdingen an, wir mussten aber noch warten auf unser Taxi, doch um ca. 16.30 Uhr waren wir dann wieder ganz zu Hause. Rein, Fernseher anschalten, Endstand schauen. Schumi, Kimi, David, Monty, Ralf und Button. Schumi also WM, eine Woche RTL-Verbot. Na schön. Die Ferien sind zu Ende, das Rennen haben wir trotzdem verpasst, kein Problem, die Schumi-Feier muss man ja auch nicht sehen.
Wir trösteten uns damit, dass wir eine sehr schöne Woche verbracht haben, während die anderen entweder zu Hause überschwemmt wurden oder arbeiteten. Ist doch auch schön. 7 Tage, 5 Mal sehr heiss, zwei mal bewölkt, einmal davon leichter Nieselregen. Keine schlechte Bilanz, wenn man bedenkt, dass Palma und andere Gebiete völlig unter Wasser standen. Die Ferien waren also vorbei, wir hatten es schön, lehrten neue Leute kennen und neue Getränke. Eine Kreuzfahrt ist wirklich etwas sehr tolles, ich rate es jedem weiter, aber nicht länger als 10 Tage. Die 7 Tage reichten mir genau aus, es war weder zu kurz noch zu lange, einfach gerade recht. Ich hätte wohl nicht noch 2 Tage länger so viel Spass gehabt, aber nach 5 Tagen hätte ich auch nicht abreisen wollen. Es war einfach gut, so wie es war.
Mehr Fotos von der Kreuzfahrt gibt es hier.
|