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Die Kartbahn in Payerne ist die längste Indoor-Kartbahn in der Schweiz! Kein Wunder also, macht das Fahren auf dieser Strecke enorm viel Spass. Doch die zweiteilige Bahn hat auch ihre Nachteile, diese werden dann bei den einzelnen Kriterien erwähnt.
Hier zuerst die Daten zur Kartbahn in Payerne:
Karting Indoor Payerne
Route principale
1530 Payerne
Schweiz
Telefon: 026/660'04'60
Homepage: www.payerneland.ch
Öffnungszeiten:
Montag-Freitag 17:00 - 23:00
Samstag+Sonntag 14:00 - 23:00
Technik:
Karts: Swiss Hutless - Benzin
Leistung: 6,5 PS
Pistenlänge: 825m
Pistenbreite: 5m
Persönliche Bestzeit Mietkart: 55,981 Sekunden (ganz alte Streckenführung)
Persönliche Bestzeit Rennkart: 54,563 Sekunden (neue Streckenführung)
Bahnrekord Mietkart: 52,835 Sekunden
Und nun wieder zu den Kriterien:
| Streckenführung: |
Ein besonderer Reiz ist die Streckenführung in Payerne. Diese wird ungefähr einmal im Jahr umgestellt, so dass man regelmässig eine neue Streckenführung auffindet. Was immer gleich bleibt sind der Bereich in den Boxen, die Übergänge von der einen Halle zur anderen (dazu mehr beim Streckenbelag) und die anschliessende 90°-Vollgas-Mutprobe.
Die aktuelle Streckenführung (Stand: Mitte Februar 2006): Die Zeitmessung beginnt bei der Boxenausfahrt. Zuerst gehts gleich über den Übergang in die kleinere Halle, und gleich danach kommt die 90°-Vollgas-Rechtskurve, auch Mutprobe genannt. Anschliessend gilt es, das Tempo noch um eine 180°-Rechtskurve mitzunehmen, ehe es auf eine weitere, dieses mal auf eine enge, 180°-Rechtskurve zugeht. Gleich im Anschluss gibts eine 180°-Linkskurve, der ein Vollgas-90°-Linksknick folgt. In einem grossen S geht es zuerst wieder 180° nach rechts, dann das gleiche nach links und dann zurück in die grosse Halle.
Dort ist das erste eine 180°-Linkskurve, gefolgt von einer 90°-Rechtskurve, die Vollgas geht. In einem kleinen S kommt man auf eine weitere 180°-Rechtskurve, und kaum hat man diese zu Ende gefahren, geht es wieder auf eine 180°-Linkskurve zu... Als nächstes folgen 3 Rechtskurven (ca. 120°, 90° und 60°), wobei man fast alle voll fahren kann. Die letzte 60°-Kurve geht natürlich mit Vollgas, doch dann muss man wieder bremsen, um die nächste langgezogene 180°-Linkskurve zu fahren. Anschliessend kommt nochmals eine 180°-Rechtskurve, es geht unter der Brücke durch und in einem 90°-Rechtsknick wieder zurück auf Start-Ziel... Die abwechslungsreiche Strecke mit schnellen und langsamen Kurven verdient 5 Punkte. |
| Streckenbelag: |
Der Streckenbelag ist meiner Meinung nach gut bis sehr gut. Zwischendurch gibt es natürlich wie auf jeder Strecke einige Stellen, auf denen man mehr herumrutscht als einen sauberen Kreis ziehen kann, doch damit muss man wohl leben. Ein sehr grosser Nachteil ist allerdings, dass die Strecke in zwei Hallen verteilt ist. Deshalb ist es natürlich klar, dass man einmal von Halle 1 in Halle 2 fahren muss und das gleiche wieder zurück. Diese Übergänge sind nicht wirklich gut gebaut worden, so dass man immer einen recht grossen Schlag verspürt. Nach 10-20 Minuten kann das schon zu Rückenschmerzen führen, bei mir ist normalerweise der Rücken nach einer Fahrt aufgeschürft... Deshalb gibt es gleich einen Punkt abzug, so dass es noch 3 Punkte gibt. |
| Karts: |
Bei den Karts muss man Glück haben und ein gutes erwischen, denn die Leistung zwischen den alten (tiefe Nummern) und den neuen (höhere Nummern) ist enorm. Als ich Anfang Juni 03 zehn Minuten in einem alten Kart drehte, kam ich nicht unter 61 Sekunden. Die zweiten zehn Minuten drehte ich in einem neuen Kart und ich fuhr wieder knapp über 58.5 Sekunden. Es scheint so zu sein, als wäre der Motor bei den alten Karts schlechter als bei den Neuen. Aber ob es nur das ist, bezweifle ich. Auch die Bremsen und das Gaspedal sind bei den alten und neuen Karts völlig anders eingestellt. Entweder man kommt mit dem zurecht oder nicht. Ich habs bisher nicht geschafft. Da aber mittlerweile die meisten Karts augetauscht sind und die alten nur noch im Notfall benützt werden, gibt es doch 4 Punkte. |
| Überholmöglichkeiten: |
Bei der aktuellen Streckenführung sind leider viele Überholmöglichkeiten verloren gegangen. Man kann sich natürlich bei den 180°-Kurven innen vorbei drücken, aber dies ist nicht immer die feine Art... Richtig gute Überholmöglichkeiten sehe ich eigentlich nur nach der Mutkurve, ansonsten ist überholen nahezu unmöglich. Daher gibt es in dieser Kategorie nur 2 Punkte. |
| Kerbs: |
Dieser genialen Strecke fehlen leider die Kerbs, deshalb gibt es 1 Punkt. |
| Streckenlänge: |
825 Meter Karting pur - einfach genial! Wenn die längste Indoor-Strecke Europas nicht 5 Punkte erhalten sollte, wie lang sollte eine Strecke dann sein? Keine Frage, dafür muss es einfach 5 Punkte geben. Wenn es möglich wäre, würde ich sogar mehr Punkte geben, aber das geht ja nicht. |
| Banden: |
Die Banden sind fast um die ganze Strecke gleich. Bei den Kurven hat es harte Reifen, darum herum noch eine Art Hartplastik, ansonsten gibt es rund um die Strecke diese Hartplastikwände mit mehr oder weniger vielen und weichen Reifen. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man bei einem Aufprall nicht in den Reifen stecken bleibt. Allerdings stellt es in den Kurven ein mehr oder weniger grosses Problem dar. Zum einen kommt die "Hartplastikwand" in den Kurven so weit auf die Strecke, dass man sie einfach rammen muss. Dies ist ja nicht weiter von Nachteil, wenn es nicht jedes Mal die Banden ein wenig verschieben würde. So kommt es halt vor, dass die Kurven bei fast jeder Runde ein wenig runder zu fahren sind, weil man die Banden wirklich fast jedes Mal ein wenig rumschiebt. Ein weiterer Nachteil ist, dass man immer einschätzen muss, wann man die Plastikwand berühren darf, wann nicht und wann man dadurch Zeit verliert. Im schlimmsten Falle kann diese Plastikwand einem das ganze Lenkrad umreissen. Mir passierte es sogar mal, dass ich mir fast die Hand verstaucht hatte, weil die Plastikwand plötzlich nicht mehr nachgab... Deshalb kann ich nicht mehr als 3 Punkte geben. |
| Umgebung: |
Als Umgebung in Payerne kann man nur das Restaurant beschreiben, denn ansonsten erinnert herzlich wenig ans Kart fahren oder allgemein an den Motorsport. Nur einzelne Bilder und Autogramme erinnern daran, dass man sich hier bei einer Kartstrecke aufhält. Es gibt auch eine kleine Zuschauerterasse mit Blick auf den Zeitenmonitor, das ist auch praktisch. Aber trotzdem verdient die ganze Umgebung nicht mehr als 2 Punkte. |
Meine persönlichen Erfolge in Payerne:
1. Platz bei einem Rennen mit dem Fussballklub (2002)
3. Platz beim CH-FT-GP1 (2002)
1. Platz beim CH-FT-GP3 (2003)
1. Platz beim Vorbereitungsrennen fürs FT5 (2003)
10. Rang beim ersten 4-Stunden-Rennen (zusammen mit GoaSunrise, Llankru und Excalibur / 2004)
2. Platz beim FT5 (zusammen mit Benutzername / 2004)
Schnellste Rennrunde beim FT5 (2004)
15 Rang beim zweiten 4-Stunden-Rennen (zusammen mit Sanchez, Llankru und Excalibur; bitte Text unter dem Pokal beachten / 2005)
Und nun noch die Punktetabelle im Überblick:
| Strecke |
Strecken-führung |
Belag |
Karts |
Überhol-möglichkeiten |
Kerbs |
Länge |
Banden |
Umgebung |
Total |
Durchschnitt |
| Faktor |
2.0 |
1.5 |
2.0 |
2.0 |
1.0 |
1.5 |
1.0 |
1.0 |
12.0 |
1.5 |
| Payerne |
10 (5) |
4.5 (3) |
8 (4) |
4 (2) |
1 (1) |
7.5 (5) |
3 (3) |
2 (2) |
40.0 (25) |
5.000 (3.13) |
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Übrigens: Die Strecke in Payerne war die 4. Strecke, auf der ich gefahren bin.
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