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Fribourg Gottéron ist die einzige zweisprachige Eishockeymannschaft in der Schweizer Nationalliga A. Da die Eishalle, die Patinoire St. Léonard nur knapp 5 Kilometer von meinem Wohnort entfernt liegt, ist es naheliegend, dass Fribourg Gottéron meine Lieblingseishockeymannschaft ist. Und diese stelle ich euch hier näher vor.

Les Dragons:

Der Drache ist das neue Maskottchen von Fribourg Gottéron. Er beinhaltet die Klubfarben rot, blau und grün. Ein weiterer Grund, warum Gottéron den Drachen als Maskottchen gewählt hat, liegt darin, dass dieser die Gegner abschrecken soll. Deshalb kommen die Gottéron-Spieler bei Heimspielen meist auch durch einen grossen Drachen aufs Spielfeld, welcher nach einer kleinen Showeinlage fauchend aus dem Nebel erscheint.

Das Logo:

Die Klubdevise von Fribourg Gottéron lautet "Hockey passion", was so viel wie Leidenschaftshockey heisst. Seit Beginn der Saison 2001/2002 heisst Gottéron nicht mehr HC Fribourg Gottéron, sondern nur noch Fribourg Gottéron. Das HC, welches für Hockey Club stand, entfällt. Das Logo wurde deshalb abgeändert. Vorher bestand es aus einem grossen C (für Club) und in der mitte waren ein H (Hockey) und ein F (Fribourg). Nun sieht das Logo so aus, wie es hier rechts abgebildet ist.
Beim neuen Logo ist jeder Teil gut überlegt. In der Mitte steht das blaue F, das für Fribourg steht und die Farbe der Stadt Freiburg hat. Der Hintergrund des Logo's hat die Farbe Schwarz, der Hauptfarbe im Kantonswappen. Das rote G, das um das F geschlungen ist, steht für die Dominanz von Gottéron. Es stammt aus der Geschichte des Klubs, welcher im Galterntal (Vallée du Gottéron) in der Unterstadt von Freiburg gegründet wurde. Rot steht zudem für die Lebendigkeit und die Dynamik von Fribourg Gottéron.

Die Gründung:

Genau ein Jahr hat es gedauert, bis der HC Fribourg Gottéron offiziell gegründet war. Im Jahr 1937 wurde der Klub ins Leben gerufen, aber erst am 1. Dezember 1938 trug er sich ins offizielle Klubbuch ein. Am 1. Dezember 1937 beschlossen sechs junge Burschen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren, einen Eishockeyklub zu gründen. Alle wohnten im Au-Quartier in der Altstadt von Fribourg, und dort entstand dann auch die erste Eisbahn unter freiem Himmel in dieser Stadt.

Der Aufstieg in die NLA:

Am 4. März 1980 war es endlich so weit, der HC Fribourg Gottéron spielte erstmals in der Nationalliga A, der höchsten Eishockeyliga in der Schweiz. Im letzten Spiel der NLB schlugen die Freiburger den Hockeyklub aus Zürich gleich mit einem 6:0-Kantersieg und sicherten sich so als krasser Aussenseiter den Aufstieg in die höchste Liga der Schweiz. Zwei Jahre später, im Jahr 1982, entstand die neue Eishalle in Freiburg, die Patinoire Saint-Léonard. In den darauf folgenden Jahren konnte sich Gottéron in der NLA behaupten und stieg nicht mehr ab.

Bykov & Khomutov:

Wer sich seit der Saison 1990/91 für die NLA interessiert, der wird Bykov und Khomutov kennen. Am 4. Juli 1990 unterschrieben sie einen Vertrag bei Fribourg Gottéron, um das Team endlich zum ersten Meistertitel zu führen. Doch dann dauerte es trotzdem noch ein Jahr, bis Fribourg Gottéron wieder in den Playoffs vertreten war. In der Saison 1991/92 unterlagen sie im Finale gegen den SC Bern. Auch im Jahr darauf steht Gottéron wieder im Finale, und wieder wurde es nichts mit dem Meistertitel. Der EHC Kloten hatte in dieser Saison etwas dagegen.
In der Saison 1993/94 dominierten die Freiburger die Qualifikation dann nach belieben und gingen als Favorit in die Playoffs. Als es im Finale erneut gegen den EHC Kloten ging, unterlag Fribourg auch zum dritten Mal in Folge im Finale. In den nächsten beiden Jahren landete das Team dann jeweils im Mittelfeld. Auch danach tat sich bei Gottéron nicht mehr viel, mehr als das Halbfinale lag bis jetzt nicht mehr drin. Bykov und Khomutov, die sich einst auf dem Eis wie Brüder verstanden, trennten sich im Streit. Khomutov zog es an den Genfersee, Bykov blieb bei Fribourg und arbeitete als Jugendtrainer.
Noch heute hängen in der Patinoire Saint-Léonard je zwei Trikot von Bykov und Khomutov in der Mitte der Eishalle über der Stadionanzeige. Die beiden Russen wird so schnell kein Gottéron-Fan mehr vergessen.

Zukunftsaussichten:

In der kommenden Saison rechnen die meisten Fans mit einer herben Enttäuschung. Der erfolgreiche Trainer Serge Pelletier musste trotz dem dritten Platz in der Qualifikation seinen Platz räumen und nun wird Collin Muller, der zuvor erfolglos in Rapperswil an der Bande stand, die Freiburger trainieren. Die grössten Hoffnungen für die kommenden Saison liegen wieder einmal bei den Ausländern. Mike Gaul, der Verteidiger, der zuletzt auch offensiv geglänzt hat, soll hinten für wenig Gegentore sorgen, Craig Ferguson und Jean-Yves Roy sollen vorne die Tore erzielen. Wieder einmal kamen einige ältere Spieler vom SC Bern zum HC Fribourg Gottéron. Unter anderem erhofft man sich von Geoffroy Vauclair und Patrick Howald den ein oder anderen Exploit.